Am Mittwoch, den 13. Juni 2018 besuchte Bezirksapostel Michael Ehrich die Gemeinde Karlsruhe-Süd. In diesem Gottesdienst wurden drei Amtsträger aus der Gemeinde Karlsruhe-Süd in den Ruhestand verabschiedet: Priester Klaus Dörr, Priester Hans-Jürgen Rayher und Diakon Hans-Joachim Kutschat.
"Den Grund meines Besuches kennt ihr ja, ich will drei junge Männer, die ich noch von der Jugend kenne, in den Ruhestand verabschieden", so der Bezirksapostel zu Beginn des Gottesdienstes. Am Ende rief er die drei Amtsträger an den Altar und stellte einen interessanten Vergleich an: "Ihr habt jetzt, wenn ich das so zusammenzähle, insgesamt 120 Jahre dem Herrn gedient. Was würde man in einem Unternehmen veranstalten, wenn drei solche Stützen in der Firma, die gute Arbeit geleistet haben, verlässliche Mitarbeiter, die zusammen 120 Dienstjahre aufweisen könnten, welch ein großes Buhei würde man darum machen. Ganz anders im Werk Gottes, da gilt der Grundsatz: 'Was ihr tut, das tut ihr für den Herrn'. Ihr wart in der Treue tätig, als Dirigent, als Jugendleiter und in der Kinderbetreuung, jeder nach seinen Gaben, ihr habt Gott über viele Jahre treu gedient, das setzt Maßstäbe, darüber ist bei Gott ein 'Gedenkbuch' geschrieben". Etwas wehmütig setzte er hinzu: "Ich kann mir eine schönere Aufgabe denken, als solche jungen Brüder in den Ruhestand zu versetzen". Er brachte auch die Dankbarkeit für die geleistete Arbeit zum Ausdruck, seinen eigenen Dank, den Dank der Gemeinde und der Amtsträger, aber auch den Dank an die Frauen, die diese Arbeit allezeit unterstützt hätten.
Als Textwort für den Gottesdienst las er den 25. Vers aus dem Brief an Philemon vor, wo es heißt: 'Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist!' Auf das erste Lied der Sänger: 'Lieber Vater, lehr mich danken..' ging der Bezirksapostel spontan ein und setzte den Gedanken fort: "..das Danken muss man schon den kleinen Kindern beibringen, zuerst das Bitten, wenn sie etwas wollen: ..wie heißt das Zauberwort mit zwei tt ?..nicht: ..aber flott!, sondern bitte, ..und dann das Danken, wenn man etwas bekommen hat". Im Laufe des Gottesdienstes zählte er etliche Gaben auf, die wir von Gott erhalten haben. Dabei gab er die Gedanken aus einem Gottesdienst des Stammapostels weiter.
Bischof Vester wurde zu einem Predigtbeitrag aufgerufen. Er zeigte an einem Beispiel, dass man die Gaben Gottes auch schnell verlieren kann, er nannte Esau, der das Erstgeburtsrecht leichtfertig vergab.
Der Gottesdienst wurde von einem gemeinsamen Chor der Gemeinden Karlsruhe-Süd und Karlsruhe-Weiherfeld, die zu dem Gottesdienst eingeladen waren, umrahmt. Vor dem Gottesdienst stimmte ein neunköpfiges Flötenorchester auf die Feierstunde ein. Am Ende gab es eine lange Schlange, all derer, die sich verabschieden und sich bei den drei 'Ruheständlern' bedanken wollten. Der Bezirksapostel hatte sie zur Verabschiedung an den Altar gebeten.