Am 12. Mai 2019 führte Bezirksapostel Michael Erich einen Gottesdienst in der Gemeinde Karlsruhe-Süd durch, in dem er den Segen zur Diamantenen Hochzeit für Bezirksältesten i.R. Haffelder und seine Frau spendete und Diakon Manfred Herrmann in den Ruhestand verabschiedete.
Durch die vielen geladenen Bezirksämter des Apostelbereichs, aktiv und in Ruhe, sowie durch die außergewöhnlichen musikalischen Beiträge mit Orchester, Chor, Kinderchor, Sologesang, Instrumentalvortrag und dem von allen Akteuren gemeinsam vorbereitetes Abschlusslied, in das auch die Gemeinde integriert wurde, erhielt der Gottesdienst ein besonderes Gepräge.
Im Mittelpunkt stand das Diamantene Hochzeitspaar. Etwas scherzhaft begrüßte sie der Bezirksapostel vor dem Altar: "60 Jahre verheiratet, das ist doch eine sehr lange Zeit... da müsst ihr ja gleich nach der Konfirmation geheiratet haben. Als ihr geheiratet habt, war ich noch gar nicht geboren, da habe ich noch Sternchen geputzt." In seiner Ansprache betonte er vor allem ihre innige Gemeinschaft in der Ehe: "Ich kann euch beide nur 'zusammen' denken. Ihr habt immer den Herrn kompromisslos in den Mittelpunkt eures Lebens gestellt." Er ging auf seine Arbeit als Bezirksältester ein und betonte, dass er den Bezirk Karlsruhe 2 viele Jahre mit großer Sicherheit und Weisheit geführt hat. Für kurze Zeit seien ihm sogar zwei Bezirke anvertraut gewesen. "Als ich dann Ältester für Karlsruhe 1 wurde", so der Bezirksapostel, "waren wir sozusagen 'Kollegen', da wurde ich als junger 'Neuling' mit Respekt und Achtung aufgenommen, wirklich brüderlich und auf Augenhöhe." Der Bezirksapostel gab dem Jubelpaar ein Wort mit auf den weiteren Weg aus Psalm 66, Vers 20: 'Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet'. "Das Lob Gottes stand bei euch immer an erster Stelle, ihr habt viel gebetet; ihr könnt sicher sein, dass er seine Güte nicht von euch nimmt. Ihr seid treu geblieben und zu einem Segen geworden. Ich danke euch für alles was ihr getan habt." Am Ende der Segenshandlung spielte ein Duett aus Violoncello und Violine mit Klavierbegleitung das Lied "Was ich tief im Herzen trag'", dessen Ausklang die Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann zog.
In diesem Gottesdienst wurde Diakon Manfred Herrmann in den Ruhestand verabschiedet. Sehr freundschaftlich begrüßte der Bezirksapostel den Diakon am Altar. "Wir kennen uns schon sehr lange, wir waren schon zusammen bei der Bundeswehr, er war für mich immer so ein 'Musterdiakon', er hat immer freundlich die Tür aufgehalten, auch wenn ich einmal etwas später dran war". Die offene Tür, das offene Herz, den verständnisvollen Umgang mit der Jugend und den Geschwistern, die vorbildliche Unterstützung seiner Vorsteher, das habe die 44jährige Amtstätigkeit des Diakons ausgezeichnet.
Für den Gottesdienst verwendete der Bezirksapostel ein Wort aus Lukas 24, Vers 49: ' Und siehe, ich will auf euch herabsenden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe'. Er stellte das damalige Erleben der Jünger, die plötzliche Erscheinung des Herrn, in Bezug zu der heutigen Begegnung mit Jesus, seine damalige Verheißung der Kraft des Heiligen Geistes zu den Auswirkungen heute.
Bezirksevangelist Lang aus Heidelberg und Bezirksevangelist Pfrommer aus Calw wurden um einen Predigtbeitrag gebeten.
Gleich zu Beginn des Gottesdienstes ging der Bezirksapostel auf den Muttertag ein. Er dankte allen Müttern für ihre wertvolle und wichtige Arbeit an den Kindern. "Ihr seid die ersten Seelsorger für die Kinder", so der Bezirksapostel.