Am 22. Juli 2019 übergab Priester Martin Arzt, Vorsteher der Gemeinde Malsch, einen Scheck mit 1.000.- € an die Theatergruppe des Vereins "Eltern und Freunde der Inklusion e. V. Karlsruhe" (EFI). Das Geld soll für die Theaterproben verwendet werden.
Der Verein "Eltern und Freunde der Inklusion e. V. Karlsruhe" (EFI) kümmert sich in vielfältiger Weise um die Inklusion behinderter Menschen in den Alltag. Er hat zahlreiche Angebote zur Hilfe für Behinderte und deren Angehörigen. Sie beginnen bereits bei den Kleinkindern (EFI Minis), setzen sich bei den Schülern fort (Beschulungsbörse, Elternlotsen) und begleiten die Erwachsenen auch später mit Freizeitangeboten, Gesprächskreisen und Tanzgruppen. Also ein breites Spektrum an Hilfeleistungen, die zum größten Teil von ehrenamtlichen Mitarbeitern erbracht werden.
Bei der Anfrage vom Hilfswerk 'human aktiv', ob es den Verein EFI unterstützen könne, antwortete Frau Andrea Ebers vom Vorstand ganz spontan: "Da sollten sie am besten unsere Theatergruppe unterstützen, die bekommt so gut wie keine sonstigen Fördermittel, aber gerade die Theaterproben bringen für diese Menschen enorm viel".
Bei der Spendenübergabe konnte sich Martin Arzt davon direkt vor Ort überzeugen. Alle 14 Tage montags trifft sich die Theatergruppe im St. Bernhard Gemeindesaal in Karlsruhe zu den Proben. Er konnte bei einer solchen Probe dabei sein. Der Start wirkte etwas chaotisch, die Begrüßungen waren ziemlich lautstark, sehr intensiv und herzlich. Bei den einen mit heftigen Umarmungen, bei anderen ertönte ein lautes Klatschkonzert, als sie hereinkamen. Und mitten drin, von allen umringt und bejubelt, ihr 'Coach': Sebastian Kreutz, ein professioneller Staatsschauspieler des Landes Baden-Württemberg, der sich bereit erklärt hat, ehrenamtlich bei dem Projekt einzusteigen. Er hat die Theatergruppe 'EigenART' mit aufgebaut und schon einige Premieren mit seinen 'Künstlern' veranstaltet, so zum Beispiel im Insel-Theater in Karlsruhe (unserer früheren Kirche in der Gartenstraße). Voller Energie und Ideenreichtum schafft er es, seine 'Schauspieler' zu begeistern und hat sie zu einer 'verschworenen Truppe' zusammengeschweißt.
Natürlich funktioniert das alles nicht ohne die vielen Helferinnen und Helfer im Hintergrund, an erster Stelle sei der 'Motor' der Gruppe, Frau Heike Hegel als Projektleiterin genannt mit der Unterstützung von Frau Andrea Ebers aus dem Vorstand. Eine weitere Schauspielerin, Lisa Schoenemann, einige freiwillige Helferinnen und die Eltern, die sich engagiert einbringen. Auch eine Musiklehrerin, Katja Harbers, wirkt mit und für die Technik ist Rene Jost zuständig. Ein ganz wichtiger Punkt sind die Kostüme, die in Gemeinschaftsarbeit erdacht und genäht werden.
Insgesamt gehört sehr viel Arbeit und Engagement dazu, so ein Theaterstück auf die Beine zu stellen, aber die Freude und die Begeisterung der Mitwirkenden entschädigt für die vielen Mühen. Eine solche Theateraufführung ist ein Musterbeispiel für die Inklusion von Menschen mit und ohne Behinderung, die bei allen Beteiligten eine nachhaltige Erinnerung hinterlässt.