Am Sonntag, 29. Dezember 2019 besuchte Apostel Herbert Bansbach die Gemeinde Karlsruhe-Mitte. In diesem Gottesdienst wurde Gemeindeevangelist Roland Dangelmaier und Priester Werner Neureuther in Ruhe gesetzt, danach wurde Alexander Hoffmann als Priester ordiniert.
Den letzten Gottesdienst im Jahr 2019 wollte der Apostel im kleineren Kreis allein mit der Gemeinde Karlsruhe-Mitte feiern. Zusätzlich war dazu nur das Orchester des Bezirkes Karlsruhe eingeladen. Er legte seiner Predigt ein Bibelwort aus Psalm 40, Vers 6 zugrunde, wo es heißt: “Herr, mein Gott, groß sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweisest; dir ist nichts gleich! Ich will sie verkündigen und davon sagen, wiewohl sie nicht zu zählen sind“. Der Schwerpunkt seines Dienens war die Rückschau auf das vergangene Jahr und die persönliche ‘Bilanz‘ jedes einzelnen, in Bezug auf das Jahresmotto ‘Reich in Christus‘. Der Apostel bat noch den Vorsteher der Gemeinde Karlsruhe-Mitte, Hirte Michael Brotz und den Bezirksältesten Reinhard Wildermuth um einen Predigtbeitrag.
Am Ende des Gottesdienstes setzte er Gemeindeevangelist Roland Dangelmaier und Priester Werner Neureuther in den Ruhestand. Vor der Ruhesetzung bedauerte der Apostel, dass er jetzt in ein paar Minuten die ganze Arbeit der Amtsbrüder skizzieren müsse. „Ich kann nicht alles aufzählen, was die Brüder in ihrer Amtszeit für Gott getan haben, aber einen Trost habe ich: Gott weiß alles“.
Dem Evangelisten zugewandt berichtete er, dass er 32 Jahre lang Amtsträger war, davon 19 Jahre als Priester und 12 Jahre als Gemeindeevangelist für Karlsruhe-Mitte. Er könne hier nur wenige Stichpunkte seiner Arbeit aufzählen: Die Einheit im Brüderkreis sei ihm ein Herzensanliegen gewesen. Der Kranken und Senioren habe er sich besonders angenommen. Um den Kreis der Studenten habe er sich gekümmert. Vor allem habe er organisatorisch in der Gemeinde stark mitgewirkt. „Und die Organisation der Gemeinde Karlsruhe-Mitte ist schon eine ‚Herkules-Aufgabe‘!“,so der Apostel. Er habe sich auch in der Ökumene zu anderen Kirchen geöffnet, aber sein Hauptmotiv sei die Liebe zu den Geschwistern gewesen und dabei sei er oft bis an seine körperlichen Grenzen gegangen und zum Teil auch über seine Grenzen hinausgegangen. Das sei auch ein Grund dafür, dass er jetzt aus gesundheitlichen Gründen etwas früher in den Ruhestand getreten sei.
Zu Werner Neureuther berichtete der Apostel, dass er 43 Jahre als Amtsträger gedient habe, davon 35 Jahre als Priester. Auch bei ihm nannte der Apostel einige Stichpunkte: Er sei eine Bereicherung im Kreis der Brüder und Geschwister gewesen, er habe Wert auf Gemeinschaft gelegt und habe durch seinen tiefgründigen Humor für eine lockere Atmosphäre im Ämterkreis gesorgt. Nach einem kurzen ‚Ausflug‘ in die Pfalz sei er aber zum Glück wieder zurückgekehrt. Dann las der Apostel ein Zitat aus dem Bericht seiner Segensträger vor, das zunächst alle Zuhörer in Erstaunen versetzte: „Werner Neureuther arbeitete als Priester genau gegensätzlich zu seiner Arbeit im Orchester. Im Orchester spielte er die 1. Geige, als Priester arbeitete er aber ohne großes Aufsehen in aller Stille“.
Beide Amtsträger seien von ihren Familien vorbehaltlos unterstützt und mitgetragen worden. Er sprach beiden seinen herzlichen Dank und den Dank des Bezirksapostels aus. „Was ihr gewirkt habt, das bleibt!“, so der Apostel und etwas scherzhaft setzte er am Ende hinzu: „..und damit ihr morgen nicht denkt, dass ihr das alles nur geträumt habt, sondern dass es Realität ist, bekommt ihr hier noch ein ‚Beweisstück‘ mit nach Hause: einen Blumenstrauß“.
Nach der Ruhesetzung konnte der Apostel noch einen Amtsträger ordinieren, Diakon Alexander Hoffmann empfing das Priesteramt.