Am Sonntag, den 11. Juni 2023 hielt Apostel Martin Rheinberger den Gottesdienst in Gaggenau. Darin wurden mehrere Segenshandlungen durchgeführt: die Versiegelung eines Kindes, die Ruhesetzung von Priester Robert Lang und die Silberhochzeit von Heiko und Sandra Watermann.
An diesem Sonntagmorgen hat sich in der Gemeinde Gaggenau einiges bewegt. Auch die Gemeinden Loffenau und Gernsbach waren dazu eingeladen. In diesem Gottesdienst führte der Apostel gleich drei Amtshandlungen durch: Zunächst versiegelte er ein schon etwas älteres Mädchen. Er meinte, die Schulkameraden würden am nächsten Tag bestimmt nicht bemerken, dass sie jetzt die Gabe des Heiligen Geistes bekam, aber vielleicht würde sie es selbst bemerken. Sie könne spüren, dass der liebe Gott bei ihr sei durch den Heiligen Geist, egal ob sie nach links oder rechts gehe, egal welchen Lebensweg sie gehe, der Heilige Geist bleibe bei ihr als eine Gabe Gottes.
Anschließend wurde Priester Robert Lang in den Ruhestand versetzt. Der Apostel ging auf die unvergleichliche Art des Priesters ein, durch die er weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt sei und ein Segen gewesen sei. Dies auf unkonventionelle Weise und nie ohne Humor. Priester Lang wohnte auch zwei Jahre auf Tonga, wo er unter anderem den Geschwistern auch beibrachte, wie man Spätzle macht. Eine Besonderheit sei auch, dass er zweimal ins Diakonenamt gesetzt wurde. Einmal in Tonga und ein weiteres Mal, da die Dokumente hier in Deutschland nie ankamen, hier in Karlsruhe. Er verwies auf dessen tiefgründigen Glauben und seinen Bekennermut und bedankte sich bei ihm für die segensreiche Arbeit. Apostel Rheinberger gab Priester Lang das Wort aus 1. Korinther 9, Vers 23 auf seinen weiteren Weg mit.
Als letzte Segenshandlung folgte die Silberhochzeit der Geschwister Watermann. Diese wurde eingeleitet von dem Lied: „Anbetung will ich, Herr, dir bringen“. Apostel Rheinberger hieß die Geschwister am Altar herzlich willkommen. Manchmal sei es nicht immer im Leben Sonnenschein und manch einer meine es auch nicht gut mit einem, nicht jedem könne man sich anvertrauen. Sie aber könnten sich gegenseitig vertrauen, ihnen müsste er auch nicht sagen, seien sie solidarisch und dienen sie einander. Ganz einfach, weil sie sich lieben. Wenn die Liebe da sei, brauche man gar nicht groß von Solidarität und Dienen reden. Mit diesem Segen zur Silbernen Hochzeit würden sich die Geschwister der Huld Gottes anvertrauen. Die Geborgenheit in der Huld Gottes solle sie stärken, jeden Tag. Egal ob es sonnige Tage sind oder auch regnerische. Sie sollen sich von Gott trösten und stärken lassen. Der liebe Gott segne sie nun in ihrem Stand. Zum Abschluss bekamen auch die Geschwister Watermann einen Bibelvers mit aus der Apostelgeschichte: „Geben ist seliger denn nehmen“.
Die Grundlage für den Gottesdienst war ein Bibelwort aus dem 1. Korintherbrief 12, die Verse 12 und 13: „Denn wie der Leib einer ist und hat doch viele Glieder, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus. Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt". Der Apostel veranschaulichte dieses Wort vom ‚Leib Christi‘. Trotz der vielen Unterschiede, der verschiedenen Lebensverhältnisse und der unterschiedlichen Ansichten sei die Gemeinde doch ein ‚Leib Christi‘ und sollte solidarisch sein untereinander, insbesondere mit den Schwächeren.
Evangelist Thomas Herlan wurde um einen Predigtbeitrag gebeten.
Der gemischte Chor, zusammengesetzt aus den drei Gemeinden, umrahmte den Gottesdienst und setzte Impulse. Vor dem Gottesdienst spielte ein gemeinsamer Flötenchor.