Am Donnerstag, den 5. Juli 2023 führte Bischof Jörg Vester in der Kirche von Loffenau die Trauerfeier von Renate und Werner Mangler durch. Die Kirche war fast bis auf den letzten Platz gefüllt.
Am 19. Juni 2023 ist die Glaubensschwester Renate Mangler im Alter von 79 Jahren heimgegangen. Nur 11 Tage später ist ihr Ehemann, Diakon i. R. Werner Mangler ebenfalls in die jenseitige Welt gezogen. Bischof Jörg Vester hielt dann die Trauerfeier an dem bereits für die Frau festgelegten Termin für beide Ehepartner. Er bekannte seine besondere Anteilnahme für die beiden Trauerfamilien, die kurz hintereinander zwei schmerzliche Heimgänge verkraften mussten und in kurzer Zeit ihre Eltern bzw. Großeltern verloren haben.
Zunächst trug der Bischof in groben Zügen den Lebenslauf der Beiden vor. Bei Renate beginnend mit der Flucht aus dem Osten nach dem Krieg, Unterbringung in einer neuapostolischen Familie, Beitritt zur Neuapostolischen Kirche und später das Kennenlernen und die Heirat mit Werner. Danach wurde von ihm berichtet, von seiner unermüdlichen Schaffenskraft in der Gemeinde. Er war 28 Jahre lang Amtsträger, er war Dirigent, hat den Chor aufgebaut und ein Orchester gegründet. Er war sehr darauf bedacht, dass die musikalischen Gaben in der Gemeinde gefördert werden. Die Früchte seiner Arbeit seien heute noch sichtbar, so der Bischof. Die Beiden führten 54 Jahre lang eine harmonische Ehe. Erst die letzten eineinhalb Jahre waren für sie die ‚mageren Jahre‘. Seine Gesundheit wurde immer schlechter und dann wurde überraschend auch seine Frau schwer krank und verstarb unerwartet am 19. Juni im Beisein ihrer Söhne, von denen sie sich noch verabschieden konnte. Einer der Söhne, Tilo Mangler, ist Vorsteher der Gemeinde und Jens Mangler ist Priester in der Gemeinde Loffenau.
Durch ein Lesezeichen in seiner Bibel im Büro sei er auf das Wort gelenkt worden, das er der Trauerfeier zugrunde legte und das er auch direkt den beiden widmete: „Meine Augen sehen nach den Treuen im Lande, dass sie bei mir wohnen“ (Psalm 101, Vers 6). Er bezog den Begriff die ‚Treuen im Lande‘ direkt auf die Verstorbenen und betonte: „Die Kirche war ihnen das Wichtigste, sie haben bis zuletzt in der Gemeinde mitgearbeitet“.
Bezirksvorsteher Lothar Heim wurde um einen Predigtbeitrag gebeten. Er ging nochmals auf die besondere Situation ein, dass die Enkelkinder gleichzeitig Oma und Opa verloren haben und regte an, dass jetzt die Gemeinde an deren Stelle treten solle und dass die Gemeinde den Kindern Jesu Frieden vermitteln könne.
Der Bischof verwies noch auf das Banner, das an der Empore angebracht war, auf dem geschrieben stand: „Wir werden euch nicht vergessen“ und fügte hinzu: „..und wir warten auf ein gemeinsames Wiedersehen“.
Der Chor gab der Feier wesentliche Impulse, die der Bischof auch aufgriff und vertiefte. Eine Geige mit Orgelbegleitung gestalteten den Beginn und den Ausklang der Feier.