Am Freitag, den 27. September 2024 fand in der Kirche Karlsruhe-Mitte eine Trauerfeier für den überraschend heimgegangenen Priester Rüdiger Metz (59) statt, sie wurde von Hirte Tobias Metz durchgeführt.
Sehr viele Glaubensgeschwister aus dem ganzen Bezirk, viele Freunde und Bekannte auch aus anderen Bezirken wollten an diesem Freitagnachmittag Abschied nehmen von dem beliebten Priester und Männerchor-Dirigent aus der Gemeinde Karlsruhe-Mitte. Die Kirche war fast vollständig gefüllt, es herrschte eine heilige Stille im ganzen Raum. Schon beim Eingangsgebet, als Tobias Metz so offen und ehrlich mit Gott redete, wurde die Tragweite dieses überraschenden Heimgangs bewusst gemacht.
Er las ein Bibelwort aus Jesaja 66, einen Teil aus dem Vers 13 vor, wo es heißt: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“. Danach sprach er die Frau des heimgegangenen Priesters direkt an: „Ich weiß, es tut so weh, aber du hast das Beste getan, was man tun sollte, wenn es weh tut: Du bist hierhergekommen in den Gottesdienst“. Danach zeigte er das Bild einer Waage auf, jetzt sei sie auf der einen Seite ganz auf dem Boden. Aber jetzt würde Gott auf der anderen Seite Gegengewichte hineinlegen, ein Gewicht nach dem anderen, so viele Gegengewichte, bis die schwere Last immer leichter wird.“
Danach las er den Lebenslauf von Rüdiger Metz vor.
Nach einem Männerchor-Lied ging Tobias Metz auf das vorgelesene Textwort ein. Er sprach die Frau des Priesters an: „Petra, Gott sieht deinen Schmerz, Gott persönlich sagt zu dir: ‚ich will dich trösten wie einen seine Mutter tröstet‘. Wie tröstet eine Mutter ihr Kind? Sie nimmt es auf den Schoß, du bist jetzt aufgenommen im Schoß der Familie und der Gemeinde. Das ist kein Zufall, dass du jetzt im Schoß dieser Gemeinde sein darfst. Du kannst dich auf die Gemeinde voll und ganz verlassen.
Als nächstes hört die Mutter gut zu bei ihrem Kind, das Trost braucht. Du kannst jetzt Gott alles sagen, alles fragen und auch alles klagen. Gott wird reagieren, nicht menschlich, sondern in einer göttlichen Dimension.
Und danach spricht die Mutter mit ihrem Kind, dann wird es ruhiger. Dann wird sie dem Kind etwas ins Ohr flüstern, um es zu trösten. Solche Trostgedanken fühle ich durch den Geist Gottes. Der liebe Gott sagt zu Dir:
Zuerst: Rüdiger ist nicht gestorben, Rüdiger lebt, nur sein Leib ist nicht mehr da.
Als Zweites: es geht ihm richtig gut! Jesus sagte zum Schächer am Kreuz: heute wirst du mit mir im ‚Paradies‘ sein, kurz bevor dieser im Glauben an Jesus Christus starb.
Als Drittes sage ich dir: du wirst ihn wiedersehen: bei der Wiederkunft Jesu bringt er ihn mit.
Als Viertes sage ich dir und deinen Lieben: seine Taten wirken nach! er hat wirklich ‚Großes‘ getan. Er hat viel gesät, was wir in der Zukunft ernten werden.
Das Fünfte möchte ich dir aus dem Geist Gottes sagen: mache dir keine Sorgen um deine Zukunft, unser himmlischer Vater sorgt für dich. Macht es wie die Vögel unter dem Himmel: Sie machen sich nicht zu viele Sorgen, denn Gott sorgt für sie und er sorgt auch für euch.“
Nach einem Chorlied der Sänger wurde Hirte Marco Wenz aus der Gemeinde Karlsruhe-Neureut um einen Predigtbeitrag gebeten. Auch der frühere Vorsteher der Gemeinde Karlsruhe-Mitte, Hirte Michael Brotz wurde an den Altar gerufen.
Zum Abschluss dieser bewegenden Trauerfeier wurden von der ganzen Gemeinde drei Verse aus dem Lied 437 gesungen: ‚Gleich wie die schimmernden Sterne erblassen, strahlet der leuchtende Morgen sie an‘, wo es im Refrain heißt: ‚wirst du die Welt und ihr Tagwerk verlassen, nimmer vergeht, was du liebend getan‘.