Ein zwei-Gemeinden starker Chor, Orchester und Quartett - die Vorfreude auf einen relativ unbekannten Apostel war am 30. März 2025 für die Gemeinden Karlsruhe West und Knielingen groß.
Am Nachmittag zuvor war die Kirche Karlsruhe-West schon Schauplatz des Gottesdienstes für alle Bezirksämter, Apostel und Bischöfe von Süddeutschland gewesen. Nun waren die Apostel und Bischöfe in den umliegenden Gemeinden verstreut, um Gottesdienste zu feiern. Apostel Andreas Sargant aus dem Apostelbereich München feiert den Gottesdienst in der Kirche Karlsruhe-West.
Als Grundlage verwendete der Apostel ein Wort, das Stammapostel Jean-Luc Schneider vor Kurzem bei seinem Gottesdienst in Santiago de Chile verwendet hatte: „Bewahre meine Seele und errette mich; lass mich nicht zuschanden werden, denn ich traue auf dich“ (Psalm 25,10).
Heimat bei Jesus
Der Chor trug zusammen mt dem Kinderchor das Lied „Mein Jesus ist der beste Freund“ aus dem bis 2003 gültigen Gesangbuch vor und der Apostel griff das im Gottesdienst auf. Unabhängig, wie es in einem aussehe, jeder habe den Seelenfreund Jesus Christus. Wo Jesus sei, da fühle sich die Seele zuhause.
Der Psalmist sei in einer schwierigen Situation gewesen, als er die Worte sagte, doch er habe Zuflucht beim Herrn, seinem besten Freund, gesucht. Das riet der Apostel auch den Gläubigen. Egal mit was, zu Jesus könne man immer kommen. Und man solle auch immer kommen, die Psalmen zeigen, man soll Gott alles Leid sagen. Menschen, Geistliche, die Kirche machen Fehler, aber wer auf Gott vertraut, werde nicht enttäuscht. Gott verzeihe, auch wenn man Fehler gemacht habe, und schenke sein Heil, er stärke seine Kinder durch sein Wort und bereite auf Jesu Wiederkommen vor.
Impulse des Heiligen Geistes beherzigen
Dazu brauche es Demut, wie der Zöllner im Tempel, der wusste, dass er völlig auf Gottes Gnade angewiesen ist. Und man müsse auf Gottes Rat hören, nicht so wie Petrus, der Jesu Warnung, dass er seinen Freund verleugnen werde, ignorierte. Und es brauche die richtige Priorität: Das Volk Israel musste mehr als einmal beschämt feststellen, dass es anderen Götzen diente. Außerdem betonte der Apostel, dass das Jahresmotto „Es ist Zeit, Gutes zu tun“ aus Liebe zu Gott erfüllt werden soll und nicht aus Berechnung und dass die Nachfolge manchmal Opfer erfordere.
Er erinnerte nochmal: Gott möchte seine Kinder in seine Herrlichkeit führen. Wer ihm vertraue, werde nicht enttäuscht.
Glaube ist die Sicherheit ohne Beweis
Aus dem Bezirk Rosenheim hatte Apostel Sargant die Bezirksämter Thomas Stampf und Heinz Peter Hungbaur mitgebraucht, die beide noch kurz ihr Herz öffneten.
Ersterer wendete sich direkt an die Kinder und dankte für den Liedvortrag und wünschte ihnen, dass sie Jesus stets als ihren besten Freund erleben und dass sie mit all ihren Sorgen zu ihm kommen können. Und der Gemeinde sagte er, man solle auch anderen ein bester Freund sein, wie die Freunde des Gelähmten, die für ihn ein Dach abbauten.
Der stellvertretende Bezirksvorsteher Hungbaur sagte, Heimat sei da, wohin sich das Herz sehne. Weil der Glaube schon Gewissheit sei, solle man das Herz schonmal vorausschicken.
Von der Gemeinde Knielingen kam ein Predigtbeitrag des Gemeindevorstehers Philipp Braun. Er erinnerte die Glaubensgeschwister daran, dass Jesus den Weg des Menschseins schonmal gegangen sei und wisse, wie man sich fühle. Er habe gezeigt: Wenn man dabei in Verbindung mit Gott steht, ist es möglich.
Mit einem erneuten Dank an die Kinder – „ihr habt das Dienen leicht gemacht“ – schloss Apostel Sargant den Gottesdienst.