Am Mittwoch, den 10. September 2025, fand in der neuapostolischen Kirche Karlsruhe-Süd ein besonderer Gottesdienst unter der Leitung von Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger statt. Zu diesem Anlass waren die Gemeinden Karlsruhe-West, Karlsruhe-Weiherfeld, Karlsruhe-Knielingen sowie Ettlingen eingeladen. Ein Diakon wurde zum Priester ordiniert.
Christopher Bickel, der bisher als Diakon in der Gemeinde Karlsruhe-Süd wirkte, wurde in diesem Gottesdienst zum Priester ordiniert. Apostel Martin Rheinberger sprach den jungen Amtsträger, als er ihm gegenüberstand, direkt an: „..das ist mein erster Gedanke: Ihr Blick geht jetzt zwar zum Apostel, aber zum ‚Herrn‘ und im Rücken wissen Sie die Gemeinde. Wenn Sie Ihren ersten Gottesdienst halten, dann denken Sie genau daran: der Blick von Ihnen, als der ‚Diener‘, geht zum ‚Herrn‘, aber Sie wissen die Gemeinde hinter sich, weil sie für Sie betet und weil Sie auch erbeten sind. Sie erhalten diese Ordination ja nicht, weil eine ‚Planstelle‘ frei geworden ist oder weil Sie so nett zum Apostel waren. Sie empfangen diese Gabe, weil Gott es so möchte“. Mit diesen Worten machte der Apostel deutlich, dass Amt und Auftrag aus göttlicher Berufung und nicht aus organisatorischem Bedarf entstehen. Im Anschluss daran gab er dem neuen Priester wertvolle Hinweise und Impulse für dessen zukünftigen Dienst.
Als Grundlage des Gottesdienstes diente die Bibelstelle aus Apostelgeschichte 13, Vers 52: „Die Jünger aber wurden erfüllt von Freude und Heiligem Geist.“ Der Apostel erläuterte den historischen Kontext dieser Worte: Obwohl Paulus und Barnabas aus der Stadt vertrieben worden waren – ein zutiefst negatives Erlebnis – wurden die zurückgebliebenen Jünger dennoch erfüllt von „Freude und Heiligem Geist“. Diese innere Haltung, so der Apostel, sei Ergebnis eines ‚Perspektivwechsels‘, den er auch den anwesenden Glaubensgeschwistern ans Herz legte.
Der stellvertretende Bezirksvorsteher Thomas Schmidt wurde um einen Predigtbeitrag gebeten.
Zu Beginn wurde der Gottesdienst musikalisch durch ein gefühlvoll vorgetragenes Chorlied eingeleitet: „Jesu Liebe erfüllt mein Leben“. Besonders bewegend war die Zeile am Ende jeder Strophe: „wir werden ihm gleich sein und ihn sehen, wie er ist“. Der Apostel kommentierte den Musik-Vortrag und sprach davon, dass dieses Lied seine Sehnsucht nach dem Reich Gottes verstärkt habe. Er betonte, dass solche Musikbeiträge ein wesentlicher Bestandteil des Gottesdienstes seien.
Den Abschluss machte ein eigens dafür zusammengestelltes Gesangsensemble aus den eingeladenen Gemeinden mit einer Begleitung am Klavier.