Am Sonntag, den 5. Oktober 2025, fand in der Kirche in Ittersbach ein besonders festlicher Gottesdienst statt. Anlass war nicht nur das Erntedankfest, sondern auch die Heilige Wassertaufe des kleinen Jonas, Sohn von Nadine und Lukas Mohr. Beides wurde vom Vorsteher der Gemeinde, Hirte Markus Haarmann, durchgeführt.
Der Gottesdienst an diesem herbstlichen Sonntagmorgen stand somit unter zwei bedeutungsvollen Schwerpunkten: Dankbarkeit für die Gaben der Natur und die Aufnahme eines Kindes in die Gemeinschaft der Gläubigen. Bereits der Altarschmuck machte die doppelte Bedeutung des Gottesdienstes deutlich – er war liebevoll mit Erntegaben wie Obst und Gemüse geschmückt, zusätzlich zierten zwei kleine Babyschuhe den Altar und wiesen auf das bevorstehende Taufgeschehen hin.
Die Taufhandlung wurde musikalisch von einem eigens für diesen Anlass zusammengestellten, zehnköpfigen „Minichor“ eingeleitet. Das Lied „All das wünsch ich dir“ stimmte die Gemeinde auf das Sakrament ein und drückte in bewegenden Worten die vielen guten Wünsche aus, die alle Anwesenden dem kleinen Jonas mit auf seinen Lebensweg gaben. In seiner Ansprache griff Hirte Haarmann die Botschaft des Liedes auf und erinnerte daran, dass gute Wünsche allein nicht genügen: „Wünsche können ein Leben nicht erhalten – dafür braucht es Taten. Ihr als Eltern seid die ‚Wunscherfüller‘. Das Kind muss Vertrauen zu Gott lernen, damit es eines Tages zur Konfirmation wieder hier vor dem Altar stehen kann.“
Die Predigt basierte auf dem Bibelwort aus Kolosser 3, Vers 17: „Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“ Hirte Haarmann erläuterte, dass echte Dankbarkeit gegenüber Gott sich nicht nur in Worten, sondern vor allem im Tun zeigt – insbesondere durch gelebte Nächstenliebe. Auch Kolosser 4, Vers 6 fand Erwähnung: Unsere Rede soll mit „Salz“ gewürzt sein – also bedacht, ehrlich und wohltuend. Wie beim Kochen sei das rechte Maß entscheidend: „Zu viel Salz verdirbt den Geschmack – auch im Miteinander kommt es auf das richtige Maß an.“
Hirte Wolfgang Mohr, der Großvater des Täuflings wurde um einen Predigtbeitrag gebeten. In seiner Ansprache betonte er, wie wichtig es sei, Gott als den „Adressaten“ unseres Dankes zu erkennen. Es sei wichtig, mit dem zufrieden zu sein, was man selbst bekommen habe und nicht neidisch in den Nachbargarten zu blicken.
Nach dem feierlichen Gottesdienst waren alle Anwesenden herzlich zum ‚Kirchenkaffee‘ eingeladen. Im liebevoll vorbereiteten Untergeschoss der Kirche war für das leibliche Wohl gesorgt. Bei Kaffee, Gebäck und guten Gesprächen fand der besondere Sonntag einen stimmungsvollen Ausklang.