Am Mittwoch, den 27. Mai 2026, besuchte Bezirksapostel Michael Ehrich die Gemeinde in Gernsbach und führte dort den Gottesdienst durch.
Mit herzlichen Worten begrüßte er die versammelte Gemeinde:
„Ja, ich war schon lange nicht mehr in Gernsbach, zumindest mal die letzten 20 Jahre nicht. Ich erinnere mich noch, lieber Vorsteher Walter, als ich hier als Ältester oftmals in der Gemeinde war und ich dachte, allzu viel Gelegenheit werde ich jetzt nicht mehr haben, hier einen Gottesdienst zu halten. Dann schau ich mal bei euch vorbei, bei den ‚Gernschbachern‘ und freue mich, dass wir einige Augenblicke der Gemeinschaft miteinander haben dürfen.“
Es war ein heißer Tag mit Temperaturen von über 30 Grad. In der kleinen Kirche in Gernsbach waren alle Fenster geöffnet, und Ventilatoren sorgten zumindest für etwas Luftbewegung. Trotz der sommerlichen Wärme herrschte im Kirchenraum eine schöne und feierliche Atmosphäre. Bereits vor dem Gottesdienst stimmten Instrumentalstücke mit Violine und Klavier die Gemeinde auf die Feier ein. Zur Vorbereitung trugen drei Frauenstimmen das Lied „Ich hebe meine Augen auf“ aus dem 121. Psalm vor. Der Chor verstärkte diese erwartungsvolle Stimmung mit dem Lied „Gehe nicht vorbei, o Heiland“.
Als Grundlage für den Gottesdienst wählte der Bezirksapostel ein Bibelwort aus dem 1. Korintherbrief, Kapitel 1, Vers 9:
„Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.“
In seinem Dienen ging Bezirksapostel Ehrich besonders auf das Wort „berufen“ ein. Er erinnerte an zahlreiche Männer aus der Reichsgottesgeschichte, die von Gott berufen wurden, einen besonderen Auftrag auszuführen – angefangen bei Noah über Abraham bis hin zu Mose.
Dabei spannte er immer wieder den Bogen in die Gegenwart und machte deutlich, dass auch heute alle Glaubensgeschwister von Gott berufen seien. Gemeinsam solle an der „Arche“ mitgewirkt und das „gelobte Land“ erreicht werden.
Ebenso erinnerte er an den Stammapostel-Gottesdienst zu Pfingsten und brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass dieses große Ereignis – wie damals – auch heute neue Kraft auslösen und den Glauben neu beleben möge.
Zum Abschluss des Gottesdienstes sang der Chor, begleitet von Cello und Orgel, das Lied „Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen“.