Am Sonntag, dem 7. Juni 2026, führte Bezirksapostel Michael Ehrich in der grundlegend umgebauten Kirche von Ettlingen einen Weihegottesdienst durch. Zu diesem besonderen Anlass waren auch die Gemeinden Karlsruhe-Weiherfeld und Malsch eingeladen.
Bereits beim Betreten der Kirche wartete auf die ersten Besucher eine große Überraschung. Der Kirchenraum präsentierte sich in einem strahlenden Weiß. Die hohen, transluzenten Glasfassaden auf beiden Seiten durchfluteten das Gotteshaus mit hellem Tageslicht und verliehen dem Raum eine besondere Atmosphäre. Sämtliche Wände sind in schlichtem Weiß gehalten, während die Möbel und Einbauten aus sehr hellem Holz gefertigt wurden.
Die gesamte Gestaltung folgt einer konsequent reduzierten Formensprache. Vom schlichten Kreuz an der Wand über die zurückhaltend gestaltete Orgelpfeifenbox auf der Empore bis hin zu den weiteren Einbauten ist überall die Handschrift des Architekten erkennbar. Der Altar bildet dabei den Mittelpunkt des Raumes. Mit seiner großen Steinplatte wirkt er zugleich schlicht und eindrucksvoll und zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Das Betreten dieses hellen, lichtdurchfluteten Kirchenraumes vermittelt ein erhebendes Gefühl und lässt die sorgfältig durchdachte architektonische Gestaltung in jedem Detail erkennen.
Zu Beginn des Gottesdienstes hieß Bezirksapostel Ehrich die zahlreichen Besucher herzlich willkommen. Mit ca. 230 Personen war die Kirche auch voll besetzt. Er erinnerte daran, dass sie zwar nicht neu erbaut, jedoch grundlegend erneuert worden sei. Da im Zuge der Baumaßnahmen auch der Altar umgestaltet wurde und das Gotteshaus über längere Zeit eine Baustelle war, sei eine erneute Weihe erforderlich geworden.
Als Grundlage für seine Predigt wählte der Bezirksapostel ein Wort aus Prediger 4, ein Teil aus dem Vers 17: „Bewahre deinen Fuß, wenn du zum Hause Gottes gehst, und komm, dass du hörst.“
Zu Beginn seiner Ansprache gab er einen Einblick in die Chronik der Gemeinde Ettlingen und erinnerte an wichtige Meilensteine ihrer Entwicklung. Dabei erläuterte er, dass das Kirchengebäude aus dem Jahr 1972 den heutigen Anforderungen nicht mehr ausreichend entsprochen habe. Umso größer sei nun die Freude darüber, dass die Gemeinde ihr erneuertes Gotteshaus wieder beziehen dürfe.
Seinen Dank richtete Bezirksapostel Ehrich zunächst an Gott, der die Entwicklung der Gemeinde ermöglicht habe. Gleichzeitig würdigte er die Mitglieder der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, deren Opferbereitschaft den Umbau erst möglich gemacht habe. In seinen Dank schloss er außerdem die Architekten, die Bauabteilung, die beteiligten Behörden sowie insbesondere die Handwerker ein, die zum Gelingen des Projekts beigetragen hätten. Ein besonderer Dank galt auch der Gemeinde Karlsruhe-Weiherfeld, die die Ettlinger Glaubensgeschwister während der Umbauphase gastfreundlich aufgenommen hatte.
In seiner Predigt ging der Bezirksapostel auf das Textwort ein und betonte, dass die Gläubigen nicht gedankenlos in das Haus Gottes kommen sollten. Dort begegne ihnen Gott selbst. Deshalb gelte es, sich innerlich auf den Gottesdienst vorzubereiten und mit einer erwartungsvollen Haltung in das Gotteshaus zu treten.
Einen Predigtbeitrag leistete auch Martin Rheinberger, der zukünftige Bezirksapostel. Er griff die Gedanken des Bezirksapostels auf und veranschaulichte sie anhand des biblischen Beispiels von Mose, der die Herrlichkeit Gottes sehen wollte. Ebenso sollten die Glaubensgeschwister den Gottesdienst besuchen – mit dem aufrichtigen Wunsch, dem ‚Allmächtigen‘ zu begegnen.
Die eigentliche Weihehandlung nahm Bezirksapostel Ehrich mit erhobenen Händen vor. Im Abendmahl für die Entschlafenen gedachte er besonders auch jener Geschwister, die in den vergangenen Jahrzehnten am Aufbau und an der Entwicklung der Gemeinde mitgewirkt hatten.
Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Orchester einfühlsam begleitet. Besondere Akzente setzten dabei ein Flöten- und ein Klarinettensolo, die den feierlichen Charakter der heiligen Handlungen unterstrichen.
Auch der gemischte Chor, der aus Sängerinnen und Sängern der drei eingeladenen Gemeinden gebildet worden war, leistete mit seinen Liedbeiträgen einen wertvollen Beitrag zur Weihe des Gotteshauses. Zum Abschluss brachte er die Gedanken und den Dank der Gemeinde mit dem Lied „Herr, Herr, wir danken dir“ zum Ausdruck und setzte damit einen würdigen Schlusspunkt unter diesen besonderen Festgottesdienst.
In den Nebenräumen im Untergeschoß wurden nach dem Gottesdienst noch Sekt, kalte Getränke, Fingerfoods und Gebäck angeboten.