Am Sonntag, dem 28. Juni 2026, empfingen die Eheleute Sandra und Jürgen Hopp in der Kirche in Ettlingen den Segen zu ihrer Silbernen Hochzeit aus den Händen des Bezirksvorstehers Lothar Heim.
Bereits am frühen Morgen zeigte sich der Sommertag von seiner heißesten Seite. Die Temperaturen kletterten schon vor Beginn des Gottesdienstes auf über 30 Grad Celsius. Allen Anwesenden war bewusst, dass sich das Schwitzen an diesem Tag kaum vermeiden lassen würde. Dennoch wurde die Feier zu einer besonders herzlichen und bewegenden Segenshandlung.
Zu der persönlichen Atmosphäre trug auch die Gestaltung des Gottesdienstes bei. Bezirksvorsteher Lothar Heim wollte die Segenshandlung bewusst auf Augenhöhe durchführen. Deshalb setzte er sich während der Ansprache auf einen Stuhl neben das Silberhochzeitspaar, das krankheitsbedingt nicht über längere Zeit stehen konnte.
Bereits im Vorgespräch hatte sich der Bezirksvorsteher ausführlich Zeit für Sandra und Jürgen Hopp genommen. Dabei, so berichtete er, habe er in ihrem gemeinsamen Ehegarten „zwei schöne Blumen aufgehen sehen“: die Blume der wachsenden Liebe und die Blume des festen Vertrauens. Er habe gespürt, dass die Liebe zwischen den beiden so tief und tragfähig sei, dass sie auch schwierige Stunden gemeinsam bestehen könne.
In diesem Zusammenhang erinnerte Lothar Heim an das „Hohelied der Liebe“ aus dem ersten Korintherbrief. Gerade dieses Bibelwort sei Ausdruck der Liebe, die trägt und Bestand hat. Deshalb hatte sich die Silberbraut auch dieses Lied gewünscht, das der Chor zur Einleitung der Segenshandlung eindrucksvoll vortrug.
Seiner Predigt legte der Bezirksvorsteher das Bibelwort aus Jeremia 29,11 zugrunde: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“
Lothar Heim erläuterte den Vers vor dem historischen Hintergrund der Gefangenschaft der Israeliten in Babylon. Damals habe der Brief des Propheten Jeremia den Menschen Hoffnung und Zuversicht schenken sollen. Diese Zusage Gottes gelte jedoch ebenso den Menschen unserer Zeit und dürfe auch heute Mut machen, den Blick vertrauensvoll auf die Zukunft zu richten.
Musikalisch wurde der Gottesdienst eindrucksvoll von einem kräftigen Chor gestaltet, der sich aus Sängerinnen und Sängern der Gemeinden Malsch und Ettlingen zusammensetzte. Gleich zu Beginn setzte der Chor mit dem Lied „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzet“ einen eindrucksvollen musikalischen Akzent und verlieh der Feier einen festlichen Rahmen.
Bereits vor Beginn des Gottesdienstes stimmte zudem ein kleines Orchester die Gemeinde und die zahlreichen Hochzeitsgäste musikalisch auf den Gottesdienst ein. Gemeinsam mit den Chorgesängen trug die Musik wesentlich dazu bei, dass die Silberhochzeit trotz der hochsommerlichen Temperaturen zu einem bewegenden, würdevollen und unvergesslichen Fest wurde. Im Anschluss konnten alle Anwesenden das Silberpaar beglückwünschen.