Am Mittwochabend, dem 8. Juli 2026, besuchte Apostel Daniel Habich die Gemeinde Karlsruhe-Nordost und hielt dort einen Gottesdienst. Zu diesem besonderen Anlass waren auch die Gemeinden Karlsruhe-Durlach und Grötzingen eingeladen.
Schon seit längerer Zeit hatte sich die Gemeinde auf diesen Besuch gefreut. Für den erst kürzlich ordinierten Apostel Daniel Habich war es der erste Gottesdienst in der Gemeinde Karlsruhe-Nordost, die vielen noch unter ihrem früheren Namen „Waldstadt“ bekannt ist. Als Zentrumsgemeinde der Gemeindegruppe Nordost hatte sie die Gemeinden Karlsruhe-Durlach und Grötzingen zu Gast. Gemeinsam bildeten sie an diesem Abend den Chor und die Gottesdienstgemeinde. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen nahmen über 100 Glaubensgeschwister an dem Gottesdienst teil.
Den musikalischen Auftakt gestaltete der gemeinsame Chor mit dem feinfühlig vorgetragenen Lied „Ziehe deine Schuhe aus“. Apostel Habich griff diesen Impuls unmittelbar auf und stellte die Frage, ob wohl auch die Jünger bei der Fußwaschung ihre Schuhe ausgezogen hätten. In diesem Bild bleibend lud er die Gemeinde ein, für die besondere Begegnung mit Gott an diesem Abend – bildlich gesprochen – ihre Schuhe auszuziehen und sich innerlich auf Gottes Gegenwart einzulassen.
Als Textwort diente Kolosser 3, Vers 12:„So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld.“
In seiner Predigt ging der Apostel auf jeden der genannten Begriffe ein und verglich sie mit Kleidungsstücken, die Glaubensgeschwister bewusst anziehen sollten. Diese Eigenschaften seien nicht nur äußerer Schmuck, sondern müssten das eigene Wesen prägen und zur persönlichen Identität werden. Zur Veranschaulichung verwendete er auch Begriffe wie „Dienstkleidung“, um zu dienen wie Jesus, oder „Schutzkleidung“, um sich nicht so leicht verletzen zu lassen.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wurde Hirte Tobias Metz zu einem Predigtbeitrag gerufen. Er knüpfte an das Bild der Kleidung an und bemerkte, dass Kleidungsstücke zu eng werden könnten, wenn man sie längere Zeit nicht getragen habe – so wie es auch im Geistlichen geschehen könne, dass man die genannten Tugenden als zu eng empfinde. Sein Beitrag ermutigte dazu, die vom Apostel genannten Kleidungsstücke anzuziehen und sich darin wohlzufühlen.
Den Abschluss des Gottesdienstes gestaltete erneut der Chor mit dem Lied „Aus Gnaden erwählt“. Damit wurde der Gedanke aus dem Textwort – „als die Auserwählten Gottes“ – nochmals aufgegriffen. Mit den Schlussworten „Frohlocke, mein Herz und lobsinge“ fand ein segensreicher Gottesdienst seinen freudigen Ausklang.