Am Sonntag, den 16. August 2026, versammelten sich rund 100 Gemeindemitglieder und Gäste in der Gemeinde Karlsruhe-Süd zu einem besonderen Gottesdienst: Die kleine Leni empfing das Sakrament der Heiligen Wassertaufe.
Gleich zu Beginn hieß der Gemeindevorsteher, Priester Friedhelm Haffelder, alle Anwesenden zu „unserem heutigen Siegesfest“ – dem Fest der Taufe – herzlich willkommen.
Im Mittelpunkt seiner Predigt standen die Bibelworte aus Johannes 17,20.21. Diese Worte machen deutlich, dass die Einheit der Glaubenden für Jesus Christus ein zentrales Anliegen war und bis heute zum Wesen seiner Kirche gehört. Einheit entsteht nicht durch Gleichheit, sondern durch gegenseitige Geduld, Rücksichtnahme und Wertschätzung.
„Einheit in der Vielfalt – das ist der Himmel“, zitierte Priester Haffelder einen Gedanken von Stammapostel Mutschler. Diese Einheit werde zunächst im Alltag – in Ehe und Familie – sichtbar. Sie gelte aber ebenso für die Gemeinde, den Ort, an dem Kirche konkret erfahrbar werde. Hier begegnen sich Menschen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, Prägungen und Meinungen. Der Schlüssel zur Einheit sei die Solidarität der Gläubigen untereinander und die gemeinsame Ausrichtung auf Jesus Christus. Einheit beginne im Herzen des Einzelnen, werde in der Gemeinde sichtbar und bezeuge so die Wahrheit des Evangeliums. Diese Einheit gelte es zu bewahren.
Priester Thomas Koffler, der die Taufeltern seelsorgerisch begleitet, wurde zu einem Predigtbeitrag an dem Altar gebeten.
Heilige Wassertaufe
Nach dem gemeinsamen Vaterunser und der Verkündigung der Sündenvergebung bereitete der Chor mit dem Lied „Gottes guter Segen sei mit Euch“ die Ansprache zu Lenis Taufe vor.
Priester Haffelder griff zunächst noch einmal den Gedanken von Stammapostel Mutschler auf: „Einheit in der Vielfalt einer Familie – das ist der Himmel.“ Dies empfinde er auch in diesem Augenblick, wenn er Leni mit ihren Eltern und ihrer großen Schwester gemeinsam vor dem Altar sehe.
Dann wandte er sich mit einem einprägsamen Bild an die Eltern: „Bisher habt ihr beide Leni an der Hand gehalten. Heute kommt eine Hand dazu: Die eine Hand Lenis bleibt in eurer Hand, die andere nimmt Gott.“ Das sei ein großer Unterschied. Eltern mögen ihr Kind noch so liebevoll an die Hand nehmen – aber wenn Eltern und Gott ein Kind an die Hand nehmen, sei das etwas ganz Besonderes.
Der Name Leni, so Piester Haffelder, bedeute „die Leuchtende“ oder „die Strahlende“. Dazu passe ein Wort aus Jesaja 43,1: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein.“ Gott kenne Leni und nehme sie heute an die Hand. Sie möge erfahren, dass der liebe Gott stets bei ihr ist und sie auf ihrem Weg begleitet.
Nach der Ansprache empfing Leni das Sakrament der Heiligen Wassertaufe und den Taufsegen. Anschließend war die Gemeinde zum Heiligen Abendmahl eingeladen.
Chor- und Gemeindegesang sowie Orgel- und Klaviermusik gaben dem Gottesdienst einen festlichen und freudigen Rahmen. Den musikalischen Schlusspunkt setzte der Chor mit dem Lied „Gut, dass wir einander haben“.
Im Anschluss nutzten viele Gottesdienstteilnehmer die Gelegenheit, den Eltern mit ihrer kleinen Tochter persönlich ihre Glück- und Segenswünsche auszusprechen – auch dies ein Zeichen einer herzlichen Gemeinschaft.