Die Gemeinden Karlsruhe-West und Karlsruhe-Süd gingen mit vollen Händen nach Hause. Beim gemeinsamen Apostelgottesdienst am 30. September 2026 sammelten sie Früchte der Liebe, Freude und des Friedens – und bekamen neue Amtsgaben.
Nur so wie Du – Der Männerchor der beiden Gemeinden startete den Abendgottesdienst in der Kirche Karlsruhe-West mit dem Gedanken, zu leben wie Jesus Christus. Apostel Daniel Habich gab zu, dass es nicht immer einfach sei, dem Vorbild Jesu Christi nachzueifern. Doch mit dem Bibelwort aus Johannes 15,5 zeigte er, dass es möglich ist: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Das sei ein Trost: Man müsse die Früchte nicht selbst bringen. Man sei nicht verantwortlich, ob sie süß oder sauer sind. Man müsse nur darauf achten, dass man mit dem Weinstock verbunden ist. Und wie Nährstoffe vom Weinstock in die Rebe fließen, schafft der Heilige Geist Verbindung zwischen den Gläubigen und Jesus Christus.
Frucht der Liebe
Was kann die liebevolle Verbindung zu Jesus Christus stören?, fragte der Apostel und gab die Antwort: Angst. Das Bild vom strafenden Gott lasse die Menschen aus Pflichtbewusstsein handeln, doch aus dem Sakrament des Heiligen Abendmahls nehme der Gläubige die Kraft, dass er zu jedem Menschen sagen könne: Der liebe Gott hat dich genauso lieb, wie er mich lieb hat.
Frucht der Freude
Blockieren könne die Freude Eitelkeit. Zu seinen Jüngern sagte Jesus einmal: Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind (Lk 10,20). Eitelkeit sei flüchtig, die Freude über die Namen im Himmel währe länger.
Frucht des Friedens
Blockiert werde der Frieden von Engstirnigkeit. Wer nur in seiner eigenen kleinen Welt denke, durch den könne Jesu Frieden nicht strömen. Mithilfe des Heiligen Geistes weite sich der Blick: Man könne sich in den Nächsten hineinversetzen. Das funktioniere, indem man Gott bittet, den oder die andere besser zu verstehen.
Engstirnigkeit bedeute auch, nur an das Hier und Jetzt zu denken. Doch dabei könne die Aufgabe aus dem Blick geraten, die Gotteskinder im Friedensreich haben und die sie heute schon erfüllen können: Das Evangelium Jesu Christi zu verkünden. Der Heilige Geist lasse immer wieder daran denken, und wer nicht engstirnig sei, der verschiebe diese Aufgabe nicht in die Zukunft und lebe so, wie wenn das Friedensreich schon hier wäre.
Früchte für die Gemeinde
Die Antwort auf die Predigt gab der Jugendchor der zwei Gemeinden: With You I Can: Mit Jesus schaffe ich es. Dann durfte Gemeindevorsteher Thorsten Huber noch an den Altar treten. Er betonte, dass der Weinstock immer Kontakt mit der Rebe wolle und so möchte Jesus Christus auch Kontakt mit den Gläubigen.
Und nach dem Heiligen Abendmahl durfte sich die Gemeinde Karlsruhe West über zwei besondere Früchte freuen: Mit Pia Hohn ordinierte Apostel Daniel Habich eine Diakonin für die Gemeinde und ihr Bruder Christian Hohn wurde zum Priester ordiniert.