Mit einem Festgottesdienst und einer gemeinsamen Feier beging die Gemeinde Malsch am Sonntag, 4. Oktober 2026, ihr 75-jähriges Jubiläum. Bei herrlichem Spätsommerwetter kamen die Gemeindemitglieder und viele ehemalige Glaubensgeschwister zusammen. Gefeiert wurde im Kirchenraum und in einem großen Zelt vor dem Kircheneingang.
Die Gemeinde hatte mit großer Vorfreude auf diesen Tag hingearbeitet. Ehemalige Gemeindemitglieder wurden eingeladen, musikalische Beiträge einstudiert und verschiedene Programmpunkte vorbereitet. Eine eigens erstellte Gemeindechronik und historische Fotos ließen die vergangenen Jahrzehnte lebendig werden und sorgten für reichlich Gesprächsstoff.
Bezirksvorsteher Lothar Heim leitete den Festgottesdienst. Seiner Predigt lag das Bibelwort aus Psalm 19, Vers 2 zugrunde: „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk.“ Er beglückwünschte die Gemeinde zu ihrem „schönen Geburtstag“ und erinnerte daran, dass an diesem Sonntag gleich zwei Anlässe zum Feiern zusammenkamen: das Gemeindejubiläum und das Erntedankfest.
Besonders würdigte er die Menschen, die die Gemeinde aufgebaut und über viele Jahre mitgetragen hatten. Niemand wisse, wie viel hier bereits gearbeitet und gebetet worden sei. Viele derjenigen, die zum Aufbau beigetragen hätten, seien inzwischen in der Ewigkeit. Anschließend bat er den ehemaligen Gemeindevorsteher Martin Arzt, die Chronik der Gemeinde vorzulesen.
Als Grußwort zum Jubiläum stellte Lothar Heim die Worte Samuels in den Mittelpunkt, die dieser beim Aufrichten des Steins Eben-Ezer gesprochen hatte: „Bis hierher hat uns der Herr geholfen“ (1. Samuel 7,12). Seine Gedanken zum Erntedankfest verband er mit dem Aufruf, sorgsam und verantwortungsvoll mit der Schöpfung umzugehen.
Gemeindevorsteher Thorsten Göller brachte in seinem Predigtbeitrag seine Freude über die volle Kirche zum Ausdruck: So könne es gerne immer sein. Anhand eindringlicher Beispiele machte er deutlich, wie leicht Menschen das als selbstverständlich ansehen, was sie besitzen, und dessen Wert aus dem Blick verlieren.
Die Musik prägte den Festgottesdienst. Bereits zuvor hatte Mira mit einem Klavierstück auf die Feierstunde eingestimmt. Der Chor trug anspruchsvolle, für das Jubiläum eingeübte Lieder vor. Den Abschluss bildete das große „Halleluja“, an dem auch die Kinder mitwirkten.
Nach dem Gottesdienst wurden auf einer Leinwand zahlreiche Bilder aus dem Gemeindeleben der vergangenen Jahre gezeigt. Mira las anschließend interessante und humorvolle Geschichten vor, die die Anwesenden zum Lachen brachten. Weitere Erinnerungen weckten historische Fotos, die auf Tafeln an den Wänden ausgestellt waren.
Zum Mittagessen wurden der Kirchenraum und das Zelt vorbereitet. Kurz vor zwölf Uhr lieferte ein Cateringservice das Essen; an zwei Buffetreihen konnten sich die Gäste bedienen. Am Nachmittag folgten Kaffee und Kuchen.
An den Stehtischen fanden sich immer wieder neue Gesprächsrunden zusammen. Besonders die Begegnungen mit ehemaligen Gemeindemitgliedern, die teilweise seit vielen Jahren nicht mehr in Malsch gewesen waren, boten Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen und voneinander zu hören. Das sonnige Wetter ermöglichte es, auch draußen zusammenzubleiben – und gab dem Jubiläumsfest einen passenden Rahmen.