Am Mittwoch, dem 4. November 2026, besuchte Apostel Daniel Habich zum ersten Mal die Gemeinde Karlsruhe-Grötzingen. In dem festlichen Gottesdienst empfingen zwei Glaubensgeschwister die Gabe des Heiligen Geistes. Außerdem ordinierte der Apostel eine Diakonin zur Priesterin.
Schon beim Betreten der Kirche war die besondere Atmosphäre dieses Abends zu spüren. Das eher kleine Kirchengebäude war bis auf den letzten Platz gefüllt. Neben den Bänken mussten zusätzliche Stühle aufgestellt werden. Eingeladen waren die Bezirksämter sowie die aktiven und im Ruhestand befindlichen Vorsteher mit ihren Frauen. Ganz bewusst sollte an diesem Abend möglichst vielen die Gelegenheit gegeben werden, die besonderen Ereignisse gemeinsam mit der Gemeinde zu erleben.
Die Freude in Grötzingen war besonders groß, weil sich im Vorfeld des Apostelbesuchs zwei Menschen dazu entschlossen hatten, das Sakrament der Heiligen Versiegelung zu empfangen. Eine Glaubensschwester nimmt bereits seit mehr als zwei Jahren regelmäßig am Gemeindeleben teil. Außerdem empfing ein zwölfjähriges Mädchen, das sich auf seine Konfirmation vorbereitet und die Gabe des Heiligen Geistes bislang noch nicht empfangen hatte, das Sakrament.
Als Grundlage für den Gottesdienst verwendete Apostel Habich den ersten Teil aus Hesekiel 34,16:
„Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken.“
In seiner Predigt arbeitete der Apostel die vier Gedanken des Bibelwortes heraus: das Verlorene suchen, das Verirrte zurückbringen, das Verwundete verbinden und das Schwache stärken. Anhand verschiedener biblischer Beispiele verdeutlichte er, was diese Aussagen für das Leben einer christlichen Gemeinde bedeuten können.
Dabei richtete er den Blick auch auf die Verantwortung jedes Einzelnen. Menschen, die sich von der Gemeinschaft entfernt haben, Orientierung verloren haben, verletzt oder schwach geworden sind, sollten nicht übersehen werden. Vielmehr gelte es, auf sie zuzugehen, sie wieder einzubeziehen und ihnen Gemeinschaft anzubieten. „Denn wir sind doch eine Herde“, fasste Apostel Habich diesen Gedanken zusammen.
Evangelist Detlef Schulz, Vorsteher der Gemeinde Karlsruhe-Grötzingen, wurde zu einem weiteren Predigtbeitrag gebeten und ergänzte die Gedanken des Apostels.
Zwei Versiegelungen und eine besondere Ordination
Nach der Predigt empfingen die beiden Glaubensgeschwister das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Für die kleine Gemeinde war dies bereits ein besonderer Anlass zur Freude.
Ein weiterer Höhepunkt folgte mit der Ordination einer Diakonin zur Priesterin. Sie hatte sich in ihrem bisherigen Amtsauftrag besonders engagiert und sich unter anderem mit viel Herz um die Kinder der Gemeinde gekümmert. In der Gemeinde genießt sie große Wertschätzung.
Mit ihrer Ordination wurde sie zugleich die erste Priesterin im Kirchenbezirk Karlsruhe. Die Freude darüber war nach dem Gottesdienst deutlich zu spüren. Viele Glaubensgeschwister gratulierten ihr persönlich und brachten ihre Verbundenheit mit herzlichen Umarmungen zum Ausdruck.
Auch die beiden neu Versiegelten wurden nach dem Gottesdienst von zahlreichen Anwesenden beglückwünscht.
Für eine besonders süße Geste sorgte eine junge Glaubensschwester aus der Gemeinde. Für die frisch versiegelte Glaubensschwester hatte sie eigens einen kleinen Kuchen gebacken und überreichte ihn ihr nach dem Gottesdienst. Lange blieb der Kuchen allerdings nicht unangetastet: Noch am selben Abend wurde er gemeinsam von den Glaubensgeschwistern verspeist.
Im Foyer der Kirche klang der Abend anschließend in geselliger Runde aus. Bei Sekt, Orangensaft und weiteren Getränken sowie Gebäck und süßen Keksen blieb noch viel Zeit für Gespräche und Begegnungen. So endete ein Gottesdienst, der für die Gemeinde Karlsruhe-Grötzingen in mehrfacher Hinsicht zu einem besonderen Festtag wurde.