Am Samstag, dem 13. Juli trafen sich die Kinder aus den Bezirken Karlsruhe 1 und 2 zu einem gemeinsamen Erlebnis: Sie wollten den "Ziegenpfad" durchwandern, ein Weg quer durch eine Wiese bei Forbach im Schwarzwald, auf der eine Ziegenherde frei herumläuft.
Ein großer Vorteil für alle Beteiligten: Die Straßenbahn fährt direkt von der Stadtmitte Karlsruhe bis zum ca. 50 km entfernten Bahnhof in Forbach. So stiegen an verschiedenen Stationen immer wieder Kinder und Betreuer zu, am Ziel waren es dann 25 Kinder und 6 Betreuer.
Es war herrlicher Sonnenschein, keine Wolke am Himmel, deshalb war die erste Aktion gleich am Bahnhof: Eincremen mit Sonnenschutzfaktor 20. Danach ging`s in einer kurzen Wanderung durch den Ort zu der Ziegenwiese. Doch dort war weit und breit keine Ziege zu sehen. Erst als die Kinder eine Schutzhütte erreichten, fanden sie die ganze Herde zusammengepfercht im Schatten der Hütte. Sofort begrüßten die ca. 40 Ziegen diese Kinder-Invasion auf ihre Art: Sie beschnupperten die Neuankömmlinge intensiv und wollten natürlich sofort etwas zu fressen. Allmählich verloren die Kinder ihre Scheu und konnten die Tiere anfassen, streicheln, füttern und an den Hörnern fassen, nur reiten war nicht erlaubt. Bald hatten sie auch genug der vielen Kinder-Liebe und retteten sich am anderen Bachufer auf ein ruhigeres Wiesenstück.
Danach ging es bergauf zum Mittags-Rastplatz. Manche hatten das Vesperbrot noch nicht richtig ausgepackt, da rannten sie schon zum nahegelegenen Bach, zogen ihre Schuhe aus und wateten durchs kalte Wasser. Einige wollten aus Steinen einen Damm bauen, sind dabei aber mit voller Kleidung ins Wasser geplumpst. Danach haben sich einige dann doch die Zeit genommen, ihre Badesachen anzuziehen.
Nach der Mittagspause führte der Weg weiter dem Bach entlang durch schöne, blühende Wiesen und ein kleines Waldstück wieder zurück nach Forbach.
Zum Abschluss des ereignisreichen Tages versammelte sich die ganze Kinderschar im "Murggarten", einem Wasserspielplatz unmittelbar neben der Murg. Dort konnte man nun richtige Dämme bauen mit Sand und danach durch einen Dammbruch echte Überschwemmungen simulieren. Der "Hörnerich", ein wasserspeiendes Seeungeheuer, war natürlich hart umkämpft, jeder wollte ganz oben sitzen oder ins Maul kriechen. Als kleine Stärkung gab`s für jeden noch ein Eis am Stiel.
Auf der Rückfahrt mit der Straßenbahn konnte man feststellen, dass die Kinder ziemlich geschafft waren. Die meisten waren nur noch mit ihrem Handy beschäftigt, um den Eltern von ihren Erlebnissen zu berichten und ihre Abholung an der Bahnstation zu organisieren.
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