Am Sonntag, den 2. September 2018 feierten die christlichen Kirchen von Bad Herrenalb den "Tag der Schöpfung" mit einem ökumenischen Gottesdienst. Er fand am "Treffpunkt Kirche" auf dem ehemaligen Gartenschaugelände mitten im Kurpark statt.
Die Kirchengemeinden der Evangelischen, Katholischen und Neuapostolischen Kirche von Bad Herrenalb und Umgebung luden am 2. September zu einem ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel ein. Am ersten Sonntag im September werden zum "Tag der Schöpfung" seit vielen Jahren von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in ganz Deutschland ökumenische Gottesdienste organisiert. Im vergangenen Jahr wurde im Rahmen der Gartenschau 2017 Bad Herrenalb ein ökumenischer Gottesdienst auf der Sparkassenbühne mit ca. 300 Zuhörern durchgeführt. In diesem Jahr sollte ein solcher Gottesdienst in kleinerem Rahmen am "Treffpunkt Kirche" auf dem ehemaligen Gartenschaugelände im Schatten der hohen Bäume im Kurpark stattfinden. Leider war an diesem Sonntagnachmittag nicht der Schatten der Bäume, sondern ein Regenschutz gefragt. Im Laufe des Tages hatte sich das Wetter so verschlechtert, dass beim Beginn um 16.00 Uhr alle Besucher nur mit einem Regenschirm zuhören konnten. Sicher hielt diese regnerische und unfreundliche Witterung einige Interessenten vom geplanten Gottesdienstbesuch ab. So blieb es eine relativ kleine Schar von ca. 20 Teilnehmern, die sich am Platz der Kirchen einfanden.
Pfarrer Ludwig Thon von der evangelischen Gemeinde Dobel begrüßte die Anwesenden und erklärte den tieferen Sinn dieses "Tages der Schöpfung". Nach einem gemeinsamen Eingangslied, das von Herrn Pylatik auf der elektronischen Orgel begleitet wurde, sprach Diakon Anton Stadlmeier von der katholischen Gemeinde St. Bernhard das Eingangsgebet. Es folgten Bibellesungen aus dem Alten und dem Neuen Testament. Eine besondere Stimmung wurde dadurch erzeugt, dass die Vortragenden zu den Lesungen ihre Standorte wechselten: zuerst vom Rednerpult aus, dann von den Bildstelen, dann vom Wasserbecken und von der Glocke aus. Dazwischen wurde das Lied "Solang es Menschen gibt auf Erden" gesungen, beginnend mit einem Tenorsolo von Rüdiger Husemeyer und zu Ende geführt von allen Versammelten im gemeinsamen Gesang. In einer kurzen Ansprache arbeitete Pfarrer Thon die enorme Wuchskraft des Senfkorns heraus, nach dem Gleichnis Jesu, und setzte sie in Bezug zu der göttlichen Energie bei der Erschaffung der Erde. Evangelist Klaus Gegenheimer von der neuapostolischen Gemeinde Herrenalb eröffnete die Fürbitten und leitete über zu dem gemeinsam gesprochenen 'Vater unser'.
Zum Abschluss des Gottesdienstes stimmten alle Teilnehmer in das gemeinsam gesungene Lied "Großer Gott wir loben dich" ein und waren ganz froh, dass der Regen deutlich nachgelassen hatte.