Am Donnerstag, 12. Oktober 2023 fand ein besonderer Gottesdienst in der Gemeinde Karlsruhe-Weiherfeld statt, den der stellvertretende Bezirksvorsteher Michael Späth durchführte. Es war sein letzter Gottesdienst, denn am darauffolgenden Sonntag wird er in den Ruhestand verabschiedet.
Dieser Gottesdienst hatte schon ein ganz besonderes Gepräge, die Spannung in der Gemeinde konnte man regelrecht spüren. Es waren auch etliche Geschwister aus anderen Gemeinden da, die davon gehört hatten. Vor allem für die Gemeinde Weiherfeld war es ein besonderer Gottesdienst, denn Michael Späth war eine gewisse Zeit Übergangs-Vorsteher in der Gemeinde. Dadurch ist ein inniges Verhältnis zu den Glaubensgeschwistern gewachsen.
Dem Gottesdienst legte er ein Bibelwort zugrunde das in Matthäus 25, Vers 3 steht: „Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit“. Als Einstieg in den Gottesdienst führte er eine Begebenheit von Gideon an, zu dem ein Engel kam und zu ihm sprach: „Der Herr ist mit dir“ Diese Botschaft richtete er dann auch an die erwartungsvolle Gemeinde. Danach ging er auf das Textwort ein und erläuterte, was in diesem Bild der Begriff ‚Öl‘ bedeute. „Und da sind wir wieder bei meinem Lieblingsthema, dem Gebet“, so der Bezirksevangelist. Danach zählte er noch weitere Beispiele auf, wie man ‚Öl‘ sammeln könne.
Nach seiner sehr kurzen Predigt blickte er zu den Amtsträgern neben dem Altar und meinte: „Jetzt ist die einmalige Gelegenheit, dass ich meinen Bezirksvorsteher aufrufen darf“, und bat ihn an den Altar.
Bezirksevangelist Lothar Heim, angetan von dieser freudigen und lebendigen Predigt, brachte zum Ausdruck: „Keine Ahnung, was dieser Mann ab Montag im Ruhestand tun soll“. Danach vertiefte er die Gedanken von Michael Späth und zu dem vorgelesenen Textwort.
Nach dem offiziellen Ende des Gottesdienstes richtete Michael Späth noch einige bedeutende Worte als Vermächtnis an die Gemeinde: „Was gebe ich euch mit? Ich nenne euch den „Fischzug des Petrus“: er ist auf Geheiß Jesu noch einmal hinausgefahren, obwohl er als Fischer wusste, dass das nichts wird, aber sein Vertrauen zu Jesus war so unerschütterlich, dass er es doch tat und er hatte Erfolg. So ein unerschütterliches Vertrauen zu Gott, das wünsche ich euch!“.
Am Ende des Gottesdienstes wurde auf Wunsch eines Einzelnen ein gemeinsames Abschlusslied gesungen, dazu waren Liedblätter auf den Bänken verteilt.
Danach wurden alle Besucher zu einem kleinen Imbiss in die Räume im Untergeschoss eingeladen. Dort wurden Erinnerungen ausgetauscht und es gab genügend zu erzählen.