Am Sonntag, den 5. Mai 2024 führte Bezirksapostel Michael Ehrich einen Gottesdienst in der Gemeinde Karlsruhe-Süd durch. Darin wurde der Vorsteher Hirte Kay Harz in den Ruhestand verabschiedet, ein neuer Vorsteher und sein Stellvertreter wurden eingesetzt. Danach wurde die Eiserne Hochzeit des Bezirksältesten i. R. Günter Haffelder und seiner Frau Anita gefeiert.
An diesem ersten Sonntag im Mai wurde in der Gemeinde Karlsruhe-Süd ein großes Fest gefeiert. Die Gemeinden Karlsruhe-West und Knielingen waren dazu eingeladen, auch alle Vorsteher und viele Bezirksämter aus dem weiteren Umkreis. Der Chor war aus Sängern der drei Gemeinden zusammengestellt und füllte fast die rechte Hälfte der Kirche. Der Bezirksapostel bedankte sich gleich zu Beginn für dessen Eingangsgedanken, mit großer Klangfülle besang er die „Grenzenlose Liebe Gottes“. Eine zarte, helle Silberflöte mit Klavierbegleitung bereitete auf den Gottesdienst vor und ließ auch das Abendmahl für die Entschlafenen stimmungsvoll ausklingen.
Der Bezirksapostel verwendete für diesen Gottesdienst als Grundlage ein Bibelwort aus Matthäus 14, Vers 31und 32 wo es heißt: „Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und sie stiegen in das Boot und der Wind legte sich“. Michael Ehrich beschrieb die Situation des „Sinkenden Petrus“ sehr anschaulich und zog dann Parallelen zu den Lebenslagen mancher Glaubensgeschwister, bei denen in bedrohlichen Situationen oft Zweifel und Angst die Seele überwältigen. Für solche Verhältnisse gab er den Rat: „Dann blicke nur auf Jesus, nicht auf die Wellen und den Wind, ..und lass dich von Satan nicht ängstigen, sondern vertraue auf die Zusage: ich bin bei euch alle Tage! ..“nimm Jesus in dein Lebensschiff“, so wie wir es im Eingangslied gesungen haben“.
„Der Hirte Kay Harz tritt heute in den Ruhestand, das ist eine schöne Gelegenheit ihn noch einmal zu hören“, so bat er den bisherigen Vorsteher der Gemeinde Karlsruhe-Süd an den Altar.
Danach durfte die Gemeinde noch ein wenig ‚Bischofsbrot‘, wie es der Bezirksapostel nannte, von Bischof Jörg Vester genießen.
Nach dem Abendmahl für die Gemeinde und für die Entschlafenen rief der Bezirksapostel den Hirten Kay Harz auf den Altar und begrüßte ihn mit den Worten: „Wir kennen uns schon über 50 Jahre, ..du hast diesen Auftrag als Vorsteher mit großer Zuverlässigkeit, großem Fleiß und mit großem Engagement ausgeführt. Du hast in schöner Weise die Anvertrauten auf den Weg des Glaubens geführt und auf das Ziel vorbereitet, das war dein Anliegen. Du hast ein schönes Verhältnis zu deinen Vorangängern gepflegt. Deine liebe Brigitte hat dich darin auch unterstützt, da konnte es schon einmal passieren, wenn du am Altar mal einen Hustenanfall bekommen hast, dass du sagen konntest: Brigitte bring mir mal ein ‚Gutsele‘. Nicht nur in solchen Dingen hat sie dich unterstützt, sondern auch in der Erfüllung deiner Amtsaufgabe. Du hast auch dein hohes Fachwissen zum Wohle der Kirche eingesetzt, dafür danke ich dir auch von ganzem Herzen. Ich entbinde dich von deinen Aufgaben als Gemeindevorsteher und versetze dich in den Ruhestand. Ich wünsche dir alles Gute und weiterhin eine gute Gesundheit“.
Im Anschluss rief er Priester Friedhelm Haffelder und Priester Thomas Koffler an den Altar, dem ersten gab er den Auftrag als Vorsteher der Gemeinde zu dienen und den zweiten ernannte er zu seinem Stellvertreter.
Danach ging der Bezirksapostel vom Altar zu dem Eisernen Hochzeitspaar an die vordere Bankreihe und begrüßte sie mit den Worten: „Als ihr geheiratet habt, da habe ich noch Sterne geputzt. Ich freue mich, dass ich euch den Segen zu diesem besonderen Jubiläum spenden darf, ihr habt über viele Jahre ganz großen Segen gewirkt, auch noch im Ruhestand. Ihr habt auch heute noch eine große positive ‚Strahlkraft‘ und habt viele ‚Segensspuren‘ hinterlassen. Du hast in deiner aktiven Zeit zwei Bezirke betreut, Karlsruhe 2 und Offenburg, das waren schon sehr fordernde Zeiten. Ihr habt den Glauben vorgelebt. Gott hat euch eine Tochter und einen Sohn gegeben und euch das Glück geschenkt, dass beide beim Herrn geblieben sind“. Nach seiner Ansprache spendete der Bezirksapostel den beiden einen weiteren Segen zu ihrem 65jährigen Ehebund.
Nach dem Gottesdienst nutzten viele Amtsträger und Glaubensgeschwister die Gelegenheit dem Eisernen Hochzeitspaar ihre persönlichen Glück- und Segenswünsche auszusprechen.