Am Donnerstag, den 27. Juni 2024 besuchte Bezirksapostel Michael Ehrich die Gemeinde Loffenau. In diesem Gottesdienst spendete er den Segen zur Silberhochzeit für die Geschwister Husemeyer und versetzte Priester Martin Schneckenburger in den Ruhestand.
Zu diesem besonderen Gottesdienst waren alle Gemeinden des Südbereichs eingeladen, also Bühl, Aachen, Gaggenau, Gernsbach und Malsch. es waren auch alle Vorsteher und die Bezirksämter aus dem Apostelbereich eingeladen. Die Kirche war voll besetzt, auch die Empore. Aufgrund der hohen Außentemperatur wurde es in der Kirche sehr warm, deshalb verzichteten die Amtsträger auf das Tragen ihrer Jacken.
Es war eine festliche Stimmung in der Kirche, weil die Gemeinde einige musikalische Besonderheiten vorbereitet hatte. Der Chor füllte zusammen mit dem Orchester das halbe Kirchenschiff aus. Vor dem Gottesdienst spielte das stattliche Orchester mit seinen Geigen, Celli, Querflöten, Hörnern und einer Basstuba einige Instrumentalstücke zur Einstimmung. Dabei wurde auch ein feinsinniges Solostück mit Geige und Klavier vorgetragen. Am Ende des Gottesdienstes kam noch ein Kinderchor hinzu. Spontan setzte sich der Bezirksapostel direkt neben den Kinderchor, mitten unter die Sänger.
Als Grundlage für den Gottesdienst verwendete der Bezirksapostel ein Bibelwort aus dem Jakobusbrief, dem 4. Kapitel, Vers 10: „Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen“. In seinen Ausführungen erläuterte er, was Demut bedeute, wie man ehrliche Demut zeigen könne und verwies auf das große Vorbild der Demut, Jesus Christus selbst.
Gegen Ende des Gottesdienstes rief er Priester Martin Schneckenburger an den Altar, um ihn in den Ruhestand zu verabschieden. Er blendete zurück auf die Zeit, als sie in der Jugend oft zusammen waren und sich nie hätten träumen lassen, dass sie nach vielen Jahren in dieser Konstellation hier zusammen am Altar stehen würden. Der Bezirksapostel würdigte die Belesenheit des Priesters und seine Sorgfalt bei der Seelsorge an den Anvertrauten. Er habe in verschiedenen Gemeinden gedient, Karlsruhe-Mitte, Bad Herrenalb, jetzt Loffenau und in der Art, wie er gedient habe, habe er auch die Herzen gewonnen. Er habe nie seine Person in den Vordergrund gestellt, sondern den Herrn, deshalb sei seine Arbeit auch gesegnet worden. „Der Vorsteher hat mir geschrieben“, so Michael Erich, „dass dies schon ein Verlust für die Gemeinde sei. Du hast 32 Jahre als Amtsträger gedient und jetzt gönnen wir dir den Ruhestand. Ich möchte dir von ganzem Herzen danken für deine Arbeit und in diesen Händedruck lege ich auch den Dank der Apostel und der Amtsträger, die du unterstützt hast“. Als äußeres Zeichen der Dankbarkeit wurde ihm ein Blumenstrauß überreicht.
Vor der Silberhochzeit von Rüdiger Husemeyer und seiner Frau Svetlana wurde mit Geige und Klavier ein Musikstück vorgetragen, das sich das Silberpaar selbst gewünscht hatte. Der Bezirksapostel erinnerte an ihre Hochzeit, die er damals selbst miterlebt habe und blickte auf die 25 Jahre zurück. Sie hätten manch schöne Tage erleben dürfen, aber auch manche Sorge, er denke dabei an Manuel, als er ging. Trotz der oft schwierigen Verhältnisse seien sie dennoch dem lieben Gott treu geblieben. Er gab ihnen für dieses Hochzeitjubiläum ein zusätzliches Wort mit auf den Weg: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch“ (1. Petrus 5, Vers 7) Er erinnerte auch an die vielen Jahre, in denen Rüdiger als Amtsträger gewirkt und Svetlana ihn dabei unterstützt habe.
Nach dem Gottesdienst konnten die Glaubensgeschwister ihre persönlichen Segenswünsche dem Priester Schneckenburger und dem Silberpaar übermitteln.