Am Sonntag, 6. Oktober 2024 feierte Bezirksapostel Michael Ehrich einen Festgottesdienst zum 125 jährigen Jubiläum der Gemeinde Karlsruhe-Mitte. Der ganze Kirchenbezirk war in die große Zentralkirche eingeladen. Der Gottesdienst wurde in ganz Süddeutschland und in viele betreute Gebiete im Ausland übertragen.
Am Erntedanktag erlebte die Neuapostolische Kirche Karlsruhe-Mitte ein ganz besonderes Ereignis: Der Festgottesdienst zum 125 jährigen Jubiläum der Gemeinde. Dieser Gottesdienst, der von Bezirksapostel Michael Ehrich geleitet wurde, war der Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten und wurde nicht nur von den Gemeindemitgliedern im Kirchenbezirk Karlsruhe besucht, sondern auch in ganz Süddeutschland sowie in viele betreute Gebiete im Ausland übertragen.
Die große Zentralkirche in Karlsruhe war fast vollständig besetzt, etwa 1000 Gläubige hatten sich versammelt, darunter alle Apostel aus Süddeutschland und die vier Lead Apostel aus Westafrika. Die Atmosphäre war geprägt von Vorfreude und Dankbarkeit, denn dieser Tag stellte einen Meilenstein in der Geschichte der Gemeinde dar.
Das Bibelwort und die Predigt von Bezirksapostel Michael Ehrich
Der Bezirksapostel legte seiner Predigt ein Bibelwort aus 3. Mose 23, Vers 22 zugrunde: „Wenn ihr aber die Ernte eures Landes einbringt, sollt ihr nicht alles bis an die Eckendes Feldes abschneiden, auch nicht Nachlese halten, sondern sollt es den Armen und Fremdlingen lassen. Ich bin der Herr, euer Gott“
Anknüpfend an dieses Bibelwort zog Bezirksapostel Ehrich die Verbindung zwischen dem Erntedankfest und dem 125 jährigen Jubiläum der Gemeinde. "Heute ist auch Erntedank. Was hat das 125 jährige Jubiläum mit Erntedank zu tun?" fragte er die versammelte Gemeinde und gab selbst die Antwort: "Vor 125 Jahren haben Glaubensgeschwister Samen ausgestreut. Viele haben mitgewirkt und mussten damals manche Anfeindungen erleben." Er erinnerte daran, dass das Wachstum der Gemeinde von Gott geschenkt wurde: "Gott, der Herr, gibt das Gedeihen. Doch die Aussaat müssen wir machen".
Der Gedanke des Erntedankfestes durchzog die gesamte Predigt. Bezirksapostel Ehrich betonte, dass Gott eine ‚Bestandsgarantie für die Erde‘ gegeben habe: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Aussaat und Ernte.“ Diese Worte erinnerten die Gläubigen an Gottes beständige Fürsorge und Treue.
Ein weiterer zentraler Punkt der Predigt war das Prinzip des ‚Teilens und Gebens‘. Das im Bibelwort erwähnte „Übriglassen für die Armen“ sei keine unverbindliche Empfehlung, sondern eine klare Vorgabe Gottes. „Deshalb steht dahinter: ‚Ich bin der Herr, euer Gott“. Auch das Opfer für Gott müsse ein ‚Erstlingsopfer‘ sein, erklärte Bezirksapostel Ehrich: „Zuerst gibt man Gott seinen Teil.“
Nach der Predigt des Bezirksapostels folgten zwei Predigtbeiträge von den Lead Aposteln aus Westafrika: Apostel Yedenou und Apostel Leno teilten ihre Gedanken in Englisch mit, sie wurden am Altar unmittelbar ins Deutsche übersetzt. Der Bezirksapostel hat entschieden, die 47 Apostel in Westafrika in der Struktur mit Lead Aposteln zu betreuen.
Musikalische Höhepunkte des Gottesdienstes
Der Festgottesdienst war nicht nur geistlich, sondern auch musikalisch ein Highlight. Die musikalische Gestaltung wurde durch die Mitwirkung eines gemischten Chores mit rund 200 Sängerinnen und Sängern, eines Jugendchores mit etwa 40 Teilnehmenden, eines Kinderchores mit rund 30 Kindern sowie eines Orchesters mit etwa 40 Musikerinnen und Musikern zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Bereits am Vortag hatte ein intensiver Probentag stattgefunden, an dem die Chöre und das Orchester die musikalischen Beiträge für den Gottesdienst einübten. Dabei wurden sowohl neue Lieder einstudiert als auch bekannte Stücke neu arrangiert, um sie für diesen besonderen Anlass in einem frischen Klang erstrahlen zu lassen. Die Kombination von Chor und Orchester sorgte für eine abwechslungsreiche und dynamische musikalische Gestaltung des Gottesdienstes, die bei allen Anwesenden großen Anklang fand.
Ein besonderes Highlight waren die zwei Schlusslieder, bei denen alle Chöre gemeinsam auftraten. Diese Lieder gingen weit über den Rahmen der bisherigen Vorträge hinaus und integrierten auch das Orchester, sowie verschiedene Soloinstrumente. Von feinen, zarten Klängen, die durch Triangel und Windspiel erzeugt wurden, bis hin zu kraftvollen Instrumenten wie Fagotten, Oboen und Silberflöten – die Vielfalt der Instrumente trug zur einzigartigen Atmosphäre bei.
Der abschließende Höhepunkt war der kraftvolle Schlussakkord, der mit Trommeln, Pauken und einem kraftvollen Beckenschlag endete. Die Intensität dieses Augenblicks erzeugte ein echtes Gänsehautgefühl bei den Anwesenden. Der Klang war so überwältigend, dass die Zuhörer spontan in lauten Applaus ausbrachen – ein seltenes, aber durchaus berechtigtes Ereignis nach einem Gottesdienst.