Am Sonntag, dem 20. Oktober 2024, fand in Karlsruhe-Süd ein bedeutender Gottesdienst statt, bei dem zum ersten Mal die Jugend und die Senioren des gesamten Kirchenbezirks zusammenkamen. Bezirksvorsteher Lothar Heim leitete den Gottesdienst.
Zu Beginn des Gottesdienstes erklärte Lothar Heim, wie es zu dieser besonderen Zusammenkunft gekommen war. Die Jugendlichen hatten bei der Jahresplanung den Wunsch geäußert, gemeinsam mit den Senioren einen Gottesdienst zu feiern. Der Bezirksvorsteher sah darin eine wertvolle Gelegenheit, den Dialog zwischen Jung und Alt zu fördern. „Die Generation von ‚Gestern‘ soll zusammen mit der Generation von ‚Heute‘ auf das ‚Morgen‘ schauen“, betonte er und verwies auf das zentrale Thema des Glaubens, das die Generationen verbindet: „Jesus Christus, der „gestern, heute und morgen“ im Mittelpunkt steht“.
Ein amüsanter Moment war Lothar Heims neue Namensgebung für die Senioren: Er bezeichnete sie als „Best Ager“, also „Im besten Alter“, was für einiges Schmunzeln sorgte und die Stimmung auflockerte.
Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, auch die Empore war gut besucht. Der Chor, bestehend aus jungen und älteren Sängerinnen und Sängern, füllte den ganzen rechten Block, und das Orchester hatte so viele Mitspieler, dass die Stühle ganz eng zusammengestellt werden mussten. Diese volle Kirche zeugte von dem großen Interesse an diesem intergenerationalen Gottesdienst.
Lothar Heim legte als Grundlage des Gottesdienstes ein Bibelwort aus dem zweiten Timotheusbrief (Kapitel 3, Verse 14 und 15) zugrunde. Darin heißt es: „Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist; du weißt ja, von wem du gelernt hast und dass du von Kind auf die heiligen Schriften kennst, die dich unterweisen können zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus“. Dieses Wort verdeutliche die Bedeutung der Bibel und der ‚Heiligen Schrift‘ für alle Generationen. Lothar Heim erinnerte daran, wie oft Menschen in ihrem Leben durch das Aufschlagen der Bibel genau die Worte erhalten haben, die sie in einem bestimmten Moment benötigten. Er ermutigte die Anwesenden, sich aktiv mit der Schrift auseinanderzusetzen.
Am Ende seines Dienens sagte Lothar Heim: „So ihr Lieben, die alte Stimme habt ihr jetzt gehört, ich denke, wir hören eine junge Stimme, ich bitte unsere Diakonin Kiewitt aus der Gemeinde Gaggenau an diesen Platz“. Sie ging ebenfalls auf die Bedeutung der Bibel ein und erklärte, dass sie ca. 800.000 Wörter habe, es aber kein bunter Haufen sei, sondern viele Inhalte darin stecken würden. „Die Bibel erbaut, tröstet, gibt Wegweisung und erteilt auch Mahnungen“.
Es folgten weitere Redebeiträge, unter anderem von Diakon Luca Haarmann und dem stellvertretenden Bezirksvorsteher Stefan Graf. Diese Vielfalt an Stimmen und Perspektiven aus verschiedenen Altersgruppen bereicherte den Gottesdienst und machte ihn zu einem lebendigen Austausch.
Nach dem Gottesdienst wandte sich Lothar Heim dem Seniorenbeauftragten Konrad Ringle zu, um ihm für seine Arbeit zu danken, auch für die vielen Seniorentreffen. Er überreichte ihm einen Blumenstrauß als Zeichen der Wertschätzung.
Abschließend informierte der Bezirksvorsteher die Gemeinde über die zukünftige Leitung der Seniorenarbeit. Evangelist Lothar Haisch und Priester Rüdiger Müller wurden als neue Seniorenbeauftragte vorgestellt.
Der Jugend- und Seniorengottesdienst in Karlsruhe-Süd war ein voller Erfolg und ein inspirierendes Beispiel dafür, wie Generationen miteinander in Kontakt treten und voneinander lernen können.