Am Sonntag, den 8. Dezember 2024, feierte die neuapostolische Gemeinde Gaggenau ihr 75-jähriges Jubiläum mit einem festlichen Gottesdienst. Zu diesem besonderen Anlass war Apostel Martin Rheinberger angereist, um den Gottesdienst zu leiten und einem Ehepaar die Gabe des Heiligen Geistes zu spenden.
Die Gemeinde hatte sich monatelang auf diesen Höhepunkt gefreut, nicht zuletzt, weil viele ehemalige Glaubensgeschwister zu diesem Gottesdienst eingeladen wurden und ein freudiges Wiedersehen stattfand.
Die Kirche war für diesen besonderen Tag festlich geschmückt. Ein kunstvoller Altarschmuck mit der Zahl „75“ in goldenen Lettern zierte den Altar, und ein prächtiger Weihnachtsbaum füllte den Raum mit festlichem Glanz. Vor dem Gottesdienst trugen verschiedene Gruppen zur feierlichen Stimmung bei: Zunächst spielte das Orchester, dann traten die Kinder vor den Altar und sangen ein wunderschönes Lied. Den Abschluss vor dem Gottesdienst bildete der „Junge Chor“, der das Lied „Blicke auf zu Jesus, der dich liebt“ mit Klavierbegleitung vortrug.
Der Gottesdienst begann mit dem Gesang des gemischten Chores, der die Worte „Kommet her, oh, kommet her“ anstimmte. Apostel Rheinberger griff diese Worte auf und erklärte: „Kommet her, habt ihr gesungen. Wir haben diese Einladung angenommen, wir sind da! Wir kommen zu Gott und lassen uns unsere leeren Hände füllen“.
Die Grundlage des Jubiläumsgottesdienstes bildete ein Bibelwort aus Psalm 84, die Verse 2, 3 und 5, in denen es heißt: „Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth! Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar.“ Apostel Rheinberger erklärte, dass die „Wohnung“ im Psalm auch für die Gemeinde stehe. Diese sei für die Gläubigen wie ein ‚Zuhause‘, das jeder mitgestalten solle.
Hirte Andreas Spindler, der sieben Jahre lang Vorsteher der Gemeinde Gaggenau war, hielt einen Predigtbeitrag und erinnerte an die vielen schönen Erlebnisse und an verschiedene Vorsteher, deren Söhne zum Fest gekommen sind.
Gegen Ende des Gottesdienstes führte der Apostel eine Versiegelung durch, bei der ein Ehepaar in die Gemeinschaft der Gotteskinder aufgenommen und vom Apostel herzlich willkommen geheißen wurde.
Der Vorsteher der Gemeinde, Joachim Schweigert, richtete noch einige Dankesworte an die Gemeinde und las einen Brief des Apostels i. R. Herbert Bansbach vor, der einige Jahre Vorsteher von Gaggenau war und eine besonders enge Verbindung zur Gemeinde hatte.
Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Anwesenden zu einem gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Gemeindemitglieder hatten eine Vielzahl köstlicher Leckereien vorbereitet, und besonders stolz war eine Glaubensschwester auf ihre „Schwarzwälder Kirschtorte“. Der feierliche Tag klang in geselliger Runde aus, begleitet von vielen fröhlichen Gesprächen und Erinnerungen an die vergangenen Jahre.