Am Sonntag, den 27. April 2025, wurde in der Zentralkirche Karlsruhe-Mitte die Konfirmation des Bezirks Karlsruhe gefeiert. Insgesamt 23 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus verschiedenen Gemeinden standen vor dem Altar, um ihr feierliches Konfirmationsgelübde abzulegen. Bezirksapostel Michael Erich leitete den festlichen Gottesdienst.
Schon lange waren nicht mehr so viele junge Christen zu einem Konfirmationsgottesdienst zusammengekommen. Die große Zentralkirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, selbst im Foyer mussten zusätzliche Stühle aufgestellt werden. Ein beeindruckendes Bild bot sich den Anwesenden, als die lange Reihe der Konfirmandinnen und Konfirmanden den gesamten Altarraum von der linken bis zur rechten Seite ausfüllte – junge Menschen, die sich mit viel Engagement auf diesen besonderen Tag vorbereitet hatten und nun voller Freude und Stolz vor Gott und der Gemeinde standen.
Als Bibelwort für den Gottesdienst diente Philipper 2, Vers 4:
„und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem anderen dient.“
Bezirksapostel Michael Erich nahm zunächst Bezug auf die umfangreichen Vorbereitungen, die mit einer Konfirmation verbunden sind – von der Wahl der Kleidung bis hin zur Planung der Feierlichkeiten. Doch er lenkte den Blick der Anwesenden vor allem auf die geistige Vorbereitung, die im Konfirmandenunterricht stattgefunden hatte.
Er ermutigte die Konfirmandinnen und Konfirmanden, ihr zukünftiges Leben bewusst zu gestalten: Berufswünsche und persönliche Lebensziele seien wichtig, doch sollten sie darüber hinaus stets auch das Wohl des Nächsten im Blick behalten. Nur so könne eine Gemeinschaft entstehen, die von gegenseitiger Achtung und Hilfe geprägt ist – im Gegensatz zu einer „Ellenbogengesellschaft“, die nur auf das eigene Vorankommen bedacht ist.
Auch an die versammelten Gemeindemitglieder richtete er einen eindringlichen Appell: „Wir müssen die jungen Glaubensgeschwister in die Mitte der Gemeinde nehmen und für sie Vorbilder sein.“
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wurde Apostel Martin Rheinberger um einen Predigtbeitrag gebeten. Er stellte die Frage: „Was heißt es, Christ zu sein?“ und beantwortete sie mit dem Beispiel des zwölfjährigen Jesus, der seinen Eltern sagte: „Ich muss im Hause meines Vaters sein.“ Auch für die heutige Zeit bedeute dies: sich im Gottesdienst zuhause zu fühlen.
Zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl sang der Männerchor das Lied „Kehr ein, o Herr, kehr ein“. Nach der Aussonderung des Abendmahls wurden die Konfirmandinnen und Konfirmanden nach vorne zum Altar gebeten. Zunächst wurde ihnen der Brief des Stammapostels vorgelesen, anschließend sprachen sie gemeinsam ihr feierliches Konfirmationsgelübde. Danach segnete Bezirksapostel Michael Erich jeden Einzelnen persönlich durch Handauflegung.
Im Anschluss verteilten zwei Schwestern aus dem Jugend-Team die Briefe des Stammapostels an die frisch Konfirmierten.
Nach dem Gottesdienst stellten sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden gemeinsam für ein Erinnerungsfoto vor dem Altar auf. Im Anschluss war Gelegenheit für Familienangehörige, Freunde und Glaubensgeschwister, ihre Glückwünsche zu überbringen und die jungen Christen zu feiern.
Musikalisch wurde der Gottesdienst durch zahlreiche Beiträge zu einem besonderen Erlebnis: Es wirkten ein Orchester, ein gemischter Chor, ein Jugendchor und ein Männerchor mit. Zudem gab es zwei Solobeiträge, die die Feststimmung unterstrichen. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Auftritte des Kinderchores. Nach dem Gottesdienst sangen die Kinder noch ein besonders rhythmisches Lied, bei dem der ganze Chor mitklatschte. Danach ernteten sie viel Applaus.