Am Freitag, dem 13. Juni 2025, fand in der neuapostolischen Kirche in Ittersbach ein feierlicher Trauergottesdienst für den verstorbenen ehemaligen Gemeindevorsteher, Evangelist Reinhold Dukek, statt. Die Leitung des Gottesdienstes übernahm Bezirksvorsteher Lothar Heim.
Zahlreiche Trauergäste hatten sich eingefunden, um Abschied von einem langjährigen Diener der Gemeinde zu nehmen. Vor dem Altar war ein Bild des Verstorbenen auf einem Turm aus weißen Samttüchern aufgestellt. Den Altar schmückte ein opulentes Blumengesteck, dominiert von weißen Lilien – ein stilles Zeichen der Ehrerbietung. Sanfte Orgelklänge begleiteten die Ankommenden und leiteten in die würdevolle Atmosphäre des Gottesdienstes über.
Als Textwort wählte der Bezirksvorsteher den Bibelvers aus Psalm 139, Vers 5: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir“. Dieser Vers war nicht zufällig gewählt: Vor vielen Jahren hatte der Verstorbene ihm einen Brief geschrieben, in dem er über die allumfassende Gegenwart Gottes reflektierte – ein Gedanke, der nun wie ein Bogen über dem gesamten Gottesdienst lag.
Der Bezirksvorsteher ging in seinen Ausführungen besonders auf die „Hand Gottes“ ein, die schützend hinter den Menschen steht oder bei der Ordination auf das Haupt gelegt wird. Die „Hand Gottes“ sei auf allen Seiten, das sei wie eine Umarmung, man sei umringt, man komme nicht weg, das setze auch Grenzen. Diese Umarmung sei aber ein Zeichen der Liebe Gottes.
Im weiteren Verlauf las er den Lebenslauf von Evangelist Reinhold Dukek vor und zeichnete dabei die prägenden Stationen seines Lebens nach. Besonders hob er dessen langjährigen Dienst als Gemeindevorsteher von Ittersbach hervor. Korrektheit, ein fester Glaube und außergewöhnliche Hilfsbereitschaft hätten ihn ausgezeichnet. „Von ihm kam niemals ein ‚Nein‘“, so der Bezirksvorsteher – ein Zeugnis seiner tiefen Hingabe im Werk des Herrn.
Die letzten Lebensmonate von Reinhold Dukek waren von Einschränkungen geprägt. Aufgrund seiner gesundheitlichen Situation musste er seine Wohnung verlassen und wurde in einem Pflegeheim untergebracht. Nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt verstarb er dort in der Nacht vom ersten auf den zweiten Juni 2025. „Er hat schnell gemacht“, sagte der Bezirksvorsteher. „Wir hatten nicht gedacht, dass es so schnell geht – der allmächtige Gott hat ‚Komm‘ gerufen.“
Auch der jetzige Vorsteher der Gemeinde Ittersbach, Hirte Markus Haarmann, wurde um einen Predigtbeitrag gebeten. In seiner Ansprache schilderte er einige persönliche Erlebnisse mit dem Verstorbenen und würdigte dessen Vorbildwirkung und Glaubenstreue.
Zum Abschluss des Trauergottesdienstes wurde gemeinsam das UnserVater-Gebet gesprochen. Danach sang die Gemeinde das Lied:
„Wo keine Wolke mehr sich türmt, noch Nacht die Welt umhüllt,
dort steht die Wohnung mir bereit, die all mein Heimweh stillt.“
In stiller Dankbarkeit und in der Hoffnung auf ein Wiedersehen nahmen die Anwesenden Abschied – von einem Menschen, der das Gemeindeleben über Jahrzehnte hinweg geprägt hat.