Am Mittwoch, den 24. September 2025, fand im Anschluss an den Wochengottesdienst der Neuapostolischen Kirche Karlsruhe-Mitte eine besondere Spendenübergabe statt. Tobias Metz, Vorsteher der Gemeinde Karlsruhe-Mitte, überreichte eine Spende in Höhe von 5.000 Euro an die Diakonie Karlsruhe. Die Mittel sind für die Modernisierung der Begegnungsstätte „Club Pinguin“ bestimmt, einem Ort für psychisch erkrankte Menschen im ‚Zentrum für seelische Gesundheit‘ in der Stephanienstraße 16.
In seiner Ansprache erläuterte Tobias Metz die Hintergründe der Spendenaktion. Das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche, human aktiv, widmet seine jährliche Spendenausrichtung jeweils einem bestimmten Schwerpunkt. In diesem Jahr steht die Unterstützung für psychisch erkrankte Menschen im Mittelpunkt. human aktiv wählte diese Begegnungsstätte in Karlsruhe als förderungswürdiges Projekt aus.
Jelena Kuhar von der Diakonie Karlsruhe berichtete im Rahmen der Spendenübergabe eindrucksvoll von der Arbeit im „Club Pinguin“. Seit über 50 Jahren bietet die Einrichtung einen geschützten Raum für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die Besucherinnen und Besucher finden dort nicht nur soziale Kontakte, sondern auch vielfältige Beschäftigungs- und Freizeitangebote – von gemeinsamen Ausflügen und Kochaktionen bis hin zu kreativen und sportlichen Aktivitäten wie Basteln, Musik, Meditation und sogar Lach-Yoga.
Besonders hob sie hervor, dass sich das Besucherprofil in den letzten Jahren gewandelt habe. Neben älteren Menschen nutzen zunehmend auch junge Erwachsene die Begegnungsstätte. Daher sei es wichtig, die Einrichtung einladender und moderner zu gestalten. Mit den gespendeten 5.000 Euro sollen unter anderem neue, farbenfrohe Sessel, ein großer Tisch und weitere zeitgemäße Möbelstücke angeschafft werden. Ziel ist es, eine freundliche, lebendige Atmosphäre zu schaffen, die Menschen aller Altersgruppen anspricht und zum Verweilen einlädt.
Aktuell besuchen täglich rund 50 bis 60 Menschen den „Club Pinguin“. Die Einrichtung ist täglich geöffnet und wird von etwa zehn fest angestellten Mitarbeitenden sowie rund 20 bis 30 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern getragen. Diese engagierte Unterstützung ermöglicht ein vielfältiges und stabiles Wochenprogramm.
Auch Wolfgang Stoll, Leiter der Diakonie Karlsruhe, ergriff das Wort und betonte, wie essenziell solche Begegnungsstätten für Menschen mit psychischen Belastungen sind. In schwierigen Lebensphasen sei es besonders wichtig, nicht isoliert zu sein, sondern Orte zu haben, an denen man Gemeinschaft erleben, Unterstützung erfahren und neue Perspektiven gewinnen könne.
Als kleines Dankeschön überreichten Jelena Kuhar und Wolfgang Stoll eine selbst genähte Stofftasche, in der sich weitere kleine, liebevoll gestaltete Kunstwerke der Besucherinnen und Besucher des Clubs befanden – ein Zeichen der Wertschätzung und Verbindung zwischen Spendern und Einrichtung.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde der symbolische Spendenscheck feierlich übergeben. Beide Vertreter der Diakonie bedankten sich herzlich bei den Glaubensgeschwistern für ihre großzügige Unterstützung und luden alle Anwesenden ein, den „Club Pinguin“ persönlich zu besuchen. Ein Besuch vor Ort, so betonten sie, sei der beste Weg, um das lebendige Miteinander und die wichtige Arbeit dieser Einrichtung kennenzulernen – vielleicht bei einer Tasse Kaffee inmitten der neu gestalteten Räume.