Am Donnerstag, den 11. Dezember 2025, übergab der Vorsteher der Gemeinde Karlsruhe-Süd, Friedhelm Haffelder, eine Spende in Höhe von 2.000 Euro von der Neuapostolischen Kirche an die Vesperkirche Karlsruhe.
Auf Initiative mehrerer Glaubensgeschwister der Gemeinde Karlsruhe-Süd wurde es möglich, die Spende noch vor Weihnachten auf den Weg zu bringen. Manfred Herrmann, ebenfalls Mitglied der Gemeinde und zugleich ehrenamtlicher Mitarbeiter der Vesperkirche, begleitete die Übergabe persönlich.
Den symbolischen Spendenscheck nahm Jelena Kuhar entgegen, die beim Diakonischen Werk für die Einwerbung von Spenden verantwortlich ist. Die Projektleitung der Vesperkirche, Lara Pflaumbaum und Bruno Wenz, zeigte sich besonders dankbar für die Unterstützung: „Das Geld können wir gerade jetzt sehr gut gebrauchen. Wir werden im Januar so viele Besucher in der Vesperkirche haben, dass wir gar nicht wissen, wie wir das stemmen sollen.“
Lara Pflaumbaum berichtete eindrucksvoll von der enormen Arbeitsbelastung im Januar: „In dieser Zeit empfangen wir jeden Tag rund 200 bis 400 Gäste zum Mittagessen – und sie werden sogar am Platz bedient. Dafür benötigen wir insgesamt etwa 300 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.“ Viele der Besucher lebten auf der Straße oder unter sehr schwierigen Bedingungen. „Hier ist es warm, hier treffen sie andere Menschen, können sich austauschen und ihre Sorgen mitteilen. Hier bekommen sie etwas Warmes zu essen – und hier wird ihnen auf Augenhöhe begegnet“, so Pflaumbaum.
Die Vesperkirche ist eine wichtige Anlaufstelle für obdachlose und bedürftige Menschen. Neben warmen Mahlzeiten können sich Gäste in der Kleiderkammer einkleiden oder bei Bedarf sogar duschen. Zusätzlich stehen ein Friseur sowie eine Hunde-Friseurin zur Verfügung – denn viele Wohnungslose sind in Begleitung eines Hundes unterwegs. Für die Tiere gibt es einen eigenen Tierarzt, während für ihre Besitzer ein kostenloser Arzt bereitsteht.
Der Betrieb der Vesperkirche wäre ohne die vielen engagierten Ehrenamtlichen nicht denkbar. Besonders geschätzt werden die zahlreichen „Kuchenbäckerinnen“ und „Sockenstrickerinnen“, die mit viel Herzblut ihren Beitrag leisten.
Auch kulturell wird den Gästen einiges geboten, damit sie für eine Weile auf andere Gedanken kommen können. Neben Mal- und Musikprogrammen gibt es abwechslungsreiche Darbietungen – manchmal spielt ein einzelner Musiker am Klavier, manchmal tritt eine ganze Band auf.
Den täglichen Abschluss bildet eine Andacht, zu der alle eingeladen sind, die Freude daran haben. Lara Pflaumbaum, Pfarrerin der Johannis-Paulus-Gemeinde, freut sich über das wachsende Interesse der Besucher an diesen geistlichen Momenten.
Näheres zur Vesperkirche und ihren weiteren Angeboten finden Sie unter www.vesperkirche-karlsruhe.de