Am Mittwoch, den 4. Februar 2026, fand in der Gemeinde Karlsruhe-Weiherfeld ein besonderer Gottesdienst statt. Der Bezirksapostel sowie alle Apostel aus Süddeutschland feierten gemeinsam einen Wochengottesdienst in der kleinen Kirche der Gemeinde.
Schon beim Betreten des Kirchenraums war zu spüren, dass dieser Gottesdienst etwas Außergewöhnliches war. In der kleinen Kirche so viele Bezirksämter dicht beieinander zu erleben, schuf eine ganz besondere Atmosphäre. Alles wirkte unmittelbar, direkt und hautnah – fast so, als seien „alle Apostel aus Süddeutschland zum Anfassen“ da.
Zu Beginn des Gottesdienstes erklärte Bezirksapostel Michael Ehrich den Anlass für dieses unerwartete Zusammensein. Am selben sowie am darauffolgenden Tag fand in Ettlingen eine Apostelversammlung statt. „Wir machen das meistens einmal im Jahr, dass wir uns mit allen Aposteln zu einer Versammlung treffen, bei der wir über unseren Glauben und über Belange unserer Kirche sprechen“, erläuterte der Bezirksapostel.
Als Grundlage für den Gottesdienst wählte er ein Bibelwort, auf das er am Morgen desselben Tages gestoßen war, als er die Bibel aufschlug. Es steht im Philipperbrief, Kapitel 2, Vers 4:
„… und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem anderen dient.“
Aus diesem Wort leitete der Bezirksapostel den Anspruch des Evangeliums ab, sich nicht nur um sich selbst, sondern auch um den Nächsten zu kümmern. Zur Verdeutlichung nannte er sowohl negative als auch positive Beispiele aus der Bibel: den „Reichen Jüngling“, der nur auf seinen Besitz schaute, und Josef, der trotz des Unrechts, das ihm widerfahren war, das Wohl seiner Brüder im Blick behielt.
Apostel Arne Hermann und Apostel Volker Keck wurden ebenfalls um einen Predigtbeitrag gebeten und vertieften die Gedanken des Gottesdienstes.
Der Chor war auf der Empore untergebracht, damit im Kirchenraum ausreichend Platz für die Geschwister geschaffen werden konnte. Eingeladen waren die Gemeinden Ettlingen – deren Kirche derzeit renoviert wird –, Malsch und Weiherfeld. Mit seinen sehr akzentuierten und gut vorgetragenen Liedern trug der Chor wesentlich zur intensiven und persönlichen Atmosphäre des Gottesdienstes bei und setzte durch seine Beiträge wichtige geistliche Impulse.