Am Donnerstag, den 12. März 2026, trafen sich die Vorsteher in Ruhe und die Bezirksämter i. R. mit ihren Frauen zu einem gemeinsamen Nachmittag mit Bischof Jörg Vester in der Kirche in Gaggenau.
Der Bischof begann die Zusammenkunft mit einem geistlichen Teil. Dabei stellte er den Ruheständlern einige Fragen, die gemeinsam beantwortet werden sollten. Eine Frage bezog sich auf das Gleichnis Jesu vom barmherzigen Samariter. Sie lautete: Wem hat der barmherzige Samariter geholfen? Die Antwort – so wie sie in der Lutherbibel zu finden ist – lautet: „Ein Mensch zog von Jerusalem nach Jericho …“ und geriet unter die Räuber.
Im Anschluss beantwortete der Bischof Fragen aus dem Kreis der Ruheständler.
Eine erste Frage bezog sich auf ein Seminar für Ersthelfer, bei dem das „Team Lebensretter Karlsruhe“ vom Städtischen Klinikum den Einsatz eines Defibrillators vorgestellt hatte. Es wurde gefragt, ob die Kirche solche Geräte für alle Gemeinden anschaffen könne. Der Bischof wies darauf hin, dass in allen 508 Gemeinden Süddeutschlands bereits Ersthelfer vorhanden seien. Gleichzeitig betonte er, dass neben der Anschaffung auch die Wartung und regelmäßige Überprüfung der Geräte bedacht werden müsse. Er versprach jedoch, die Frage mitzunehmen und sie den Verantwortlichen vorzulegen.
Ein weiteres Thema war der Fortgang des Projekts „Gemeinde der Zukunft“. Hier wurde mitgeteilt, dass der neue Arbeitstitel nun „Gemeinde mit Zukunft“ lautet. An diesem Thema wird am Wochenende vom Samstag, 20. März, bis Sonntag, 21. März, im Kreis aller Apostel, Bischöfe und Bezirksämter Süddeutschlands weitergearbeitet.
Auch über einen Besuch des Bischofs in Israel wurde berichtet. Die Brüder vor Ort sprechen von einer „quasi-Normalität“. Wenn kein Alarm ausgelöst werde, bedeute dies für die Menschen ein normales Leben – obwohl Israel seit Jahren im Krieg lebt. Der Bischof erklärte, dass er derzeit nicht nach Israel reisen könne, da die Geschwister sich große Sorgen um ihn machen würden und dies für sie eine zusätzliche Belastung wäre. Gottesdienste per Zoom seien jedoch möglich und hätten gegenüber YouTube den Vorteil, dass nach dem Gottesdienst noch ein gemeinsames Fellowship stattfinden könne.
Eine weitere Frage betraf die Frauenordination in Afrika. Hier erläuterte der Bischof, dass dies nicht überall möglich sei, da die kulturellen Gegebenheiten sehr unterschiedlich sind. Der Stammapostel habe diese Entscheidung bewusst den Bezirksaposteln überlassen, da die Apostel vor Ort die jeweiligen Möglichkeiten und kulturellen Rahmenbedingungen am besten einschätzen können.
Zum Abschluss bat der Bischof den stellvertretenden Bezirksvorsteher Thomas Schmidt, ein abschließendes Gebet zu sprechen und damit auch den Beginn des anschließenden Kaffeetrinkens einzuleiten.
Gegen 18.00 Uhr klang der gemeinsame Nachmittag mit vielen anregenden Gesprächen unter den vertrauten Brüdern und Schwestern aus.