Am Samstag, den 20. Juni 2026, fand in der Kirche in Ettlingen eine Feierstunde anlässlich der Verabschiedung von Bezirksapostel Michael Ehrich statt. Zu diesem besonderen Anlass waren neben dem Stammapostel auch zwei Stammapostel im Ruhestand, zahlreiche Bezirksapostel und Apostel sowie viele ehemalige Apostel anwesend.
Zu Beginn begrüßte Bezirksapostel Michael Ehrich die Gäste und hieß sie herzlich willkommen. In seinen einleitenden Worten ging er auf den Zustand der Kirche in Ettlingen ein und übertrug das Bild des Gebäudes als Metapher auf die Kirche Christi. „Außen“ sei noch vieles zu tun, vergleichbar mit der sichtbaren Kirche auf Erden. „Innen“ hingegen sei sie perfekt und vollkommen, vergleichbar mit der unsichtbaren Kirche Christi.
Weiter erinnerte er daran, dass er die Kirche in Ettlingen vor etwa zwei Wochen habe weihen dürfen. Es handle sich um eine vergleichsweise kleine Kirche. In Süddeutschland gebe es auch deutlich größere Kirchengebäude, beispielsweise in Fellbach. Da diese von Bezirksapostel Karl Kühnle geweiht worden sei, werde sie scherzhaft auch „Karls-Dom“ genannt. Am folgenden Tag werde der Gottesdienst in Karlsruhe-Mitte stattfinden, einer Kirche, die von Bezirksapostel Klaus Sauer geweiht wurde und daher oft als „Klaus-Dom“ bezeichnet werde. In dieser Tradition hieß Michael Ehrich die Gäste mit einem Augenzwinkern in der „Michaels-Kapelle“ willkommen.
Mit Blick auf das Programm und die außergewöhnlichen Musikbeiträge bemerkte der Bezirksapostel humorvoll, dies habe wohl mit seiner Jugend zu tun.
Besonders begrüßte er den Stammapostel sowie die beiden Stammapostel im Ruhestand. Es sei keineswegs alltäglich, gleichzeitig drei Stammapostel willkommen heißen zu dürfen.
In einem Grußwort charakterisierte Apostel Martin Rheinberger den Bezirksapostel als einen Mann, der nie versucht habe, „es allen recht zu machen“. Dabei verwies er auf die bekannte Fabel vom Bauern, seinem Sohn und dem Esel, die allen gefallen wollten und gerade dadurch Kritik auf sich zogen. Den Führungsstil von Michael Ehrich in seinem Arbeitsbereich verglich er mit der Rolle eines Liberos in einer Fußballmannschaft.
Auf einem großen Bildschirm wurden in zwei Videobeiträgen Grußbotschaften aus den Gemeinden an den Bezirksapostel übermittelt. Der erste Beitrag stammte aus den Gemeinden der Gebietskirche Süddeutschland. Im zweiten Beitrag übermittelten Gemeinden aus dem afrikanischen und asiatischen Teil seines Arbeitsbereichs ihre Wünsche und ihren Dank.
Zum Abschluss wurde der Stammapostel um einige Schlussworte gebeten. Er verwies darauf, dass die eigentliche Ansprache zur Ruhesetzung erst am folgenden Tag erfolgen werde. Zugleich dankte er allen Mitwirkenden, die zum Gelingen der Feierstunde beigetragen hatten. Besonders würdigte er die Virtuosität des Streichquartetts und bat die Anwesenden um einen besonderen Applaus. Mit sechs Musikstücken hätten die Musiker ihre große Vielseitigkeit unter Beweis gestellt. Das Repertoire reichte von Werken von Johannes Brahms und Wolfgang Amadeus Mozart bis hin zu Titeln von Udo Lindenberg und Deep Purple.
Mit einem Schlussgebet des Stammapostels endete dieser ungewöhnliche und würdige Festakt anlässlich der Ruhesetzung von Bezirksapostel Michael Ehrich.