Am Samstag, den 10. Oktober 2026, feierte Bezirksapostel Martin Rheinberger einen besonderen Gottesdienst in der Gemeinde Loffenau. Im Verlauf des Gottesdienstes empfingen drei Glaubensgeschwister aus der Gemeinde Gernsbach das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Aus diesem Anlass war auch die Gemeinde Gernsbach eingeladen. Darüber hinaus nahmen die Bezirksämter des Apostelbereiches, die Vorsteher des Kirchenbezirkes sowie Vorsteher im Ruhestand teil.
Für die Gemeinden war der Besuch des Bezirksapostels ein besonderes Ereignis. Die Kirche war bis auf die Empore voll besetzt. Einen großen Anteil an der festlichen Atmosphäre hatte die Musik: Rund zwei Drittel des Kirchenraumes waren mit aktiv Mitwirkenden besetzt – einem großen Orchester und einem großen Chor. Hinzu kamen weitere musikalische Formationen und Solisten.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente ein Bibelwort aus Römer 12,12: „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal und beharrlich im Gebet.“
Zu Beginn ging Bezirksapostel Rheinberger auf die ungewöhnliche Gottesdienstzeit am Samstagabend um 18 Uhr ein. Entscheidend sei nicht der Wochentag oder die Uhrzeit, sondern die innere Vorbereitung der Glaubenden. Gott könne auch an einem Samstagabend einen besonderen Gottesdienst schenken.
Als der Bezirksapostel die Kinder gemeinsam mit den Erwachsenen im Chor singen sah, griff er dies spontan auf. Für ihn sei dies ein „Musterbeispiel“ gelebter Integration: Nicht nur darüber reden, sondern sie praktizieren. In einer Gemeinde sollten Junge und Alte, Schnelle und Langsame ihren Platz finden und aufeinander Rücksicht nehmen. „Je mehr wir den Nächsten lieben, umso schöner ist die Gemeinschaft“, fasste er diesen Gedanken zusammen.
Anschließend stellte er die drei Aussagen des Bibelwortes in den Mittelpunkt.
Fröhlich in Hoffnung könne ein Gotteskind sein, weil es dafür einen Grund gebe: die unwandelbare Liebe Gottes zu ihm.
Geduldig in Trübsal zu bleiben, gelinge besonders in der Gemeinschaft. Leid müsse nicht allein getragen werden, sondern könne miteinander geteilt werden.
Beharrlich im Gebet zu sein, erfordere Ausdauer. Das Gebet dürfe nicht aufgegeben werden, auch wenn Wünsche und Erwartungen nicht sofort erfüllt würden. Man müsse beharrlich bleiben und darum kämpfen.
Apostel Daniel Habich ergänzte die Predigt. Er machte deutlich, dass das Wort des Apostels Paulus einen Soll-Zustand beschreibe. Jeder Einzelne sei aufgerufen, sich von seinem persönlichen Ist-Zustand diesem Ziel anzunähern. Gerade angesichts unsicherer Zukunftsaussichten und hoher Belastungen sei dies nicht immer einfach. Der notwendige Wandel beginne im Gebet. Das innige und herzliche Gebet zu Gott bleibe entscheidend – auch dann, wenn sich die erhofften Ergebnisse nicht einstellen.
Nach der Sündenvergebung empfingen die drei Glaubensgeschwister aus Gernsbach die Gabe des Heiligen Geistes.
Vielseitige musikalische Gestaltung
Die Gemeinden hatten den Gottesdienst musikalisch intensiv vorbereitet. Bereits vor Beginn stimmte das große Orchester die Besucher auf den Gottesdienst ein. Einige Stücke wurden allein von den Bläsern des Orchesters vorgetragen. Der gemischte Chor wurde durch Kinder ergänzt, außerdem brachte ein Männerchor einen eigenen Beitrag zu Gehör.
Unmittelbar vor der Heiligen Versiegelung sang ein Tenor, begleitet am Klavier, ein Gesangssolo.
Den festlichen Abschluss bildete das Lied „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“. Den ersten Vers sang zunächst der Chor. Beim vierten Vers erhob sich die gesamte Gemeinde und stimmte gemeinsam ein. So entstand ein mächtiger Gesamtchor, der den Kirchenraum erfüllte und dem besonderen Gottesdienst einen eindrucksvollen musikalischen Abschluss gab.