Am Sonntag, den 31. August 2025, fand in der Gemeinde Bühl ein ganz besonderer Gottesdienst statt: Zwei Ehepaare, Resi und Walter Braun sowie Christel und Ingo Grimm, feierten ihre Diamantene Hochzeit. Aus diesem Anlass spendete ihnen der stellvertretende Bezirksvorsteher Thomas Schmidt im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes den Segen – ein außergewöhnliches Ereignis, das nicht alle Tage vorkommt.
Gleich zu Beginn des Gottesdienstes hob Thomas Schmidt die Besonderheit dieses Tages hervor. Es sei ein sehr seltenes und äußerst freudiges Ereignis, dass in einer Gemeinde zwei Ehepaare am selben Tag auf 60 gemeinsame Ehejahre zurückblicken dürfen. Als Allererstes begrüßte er die Jubilare mit ihren Vornamen vom Altar aus und bezeichnete diesen Sonntag als einen ganz besonders „seligen Sonntag“, so wie es im Eingangslied besungen wurde.
Er hob die besondere Gnade Gottes für die beiden Paare hervor: erstens die Gnade, dass sie gemeinsam so lange leben dürfen und zweitens, dass sie sich nie voneinander getrennt haben.
Als Predigtgrundlage diente ein Bibelwort aus Apostelgeschichte 16, die Verse 14 und 15: „Und eine Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, eine Gottesfürchtige, hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf achthatte, was von Paulus geredet wurde. Als sie aber mit ihrem Hause getauft war, bat sie uns und sprach: Wenn ihr anerkennt, dass ich an den Herrn glaube, so kommt in mein Haus und bleibt da. Und sie nötigte uns.“
Thomas Schmidt verstand es, das biblische Geschehen richtig lebendig werden zu lassen. Besonders hob er die Bezeichnung „eine Gottesfürchtige“ hervor – ein Attribut, das ihr als Beinamen gegeben wurde.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wurden auch Priester Ernst und Priester Fricke um Predigtbeiträge gebeten, die die Gedanken des Gottesdienstes geistlich vertieften.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls bat Thomas Schmidt die beiden Ehepaare vor den Altar. In einer warmherzigen Atmosphäre spendete er ihnen den Segen zur Diamantenen Hochzeit. Musikalisch wurde dieser feierliche Moment von einem besonderen Instrumentalstück eingeleitet: Ein Sohn der Familie Grimm spielte ein Stück mit der Oboe, begleitet von dem Sohn der Familie Braun an der Orgel.
Doch damit war der festliche Rahmen noch nicht beendet. Thomas Schmidt kündigte mit einem Schmunzeln eine weitere Überraschung an: „Es gibt auch einen ‚Familienchor Braun-Grimm‘ – der wird uns noch einen Schlussvortrag geben.“ Der eigens für diesen Anlass formierte Chor trug das bekannte Lied „Ich danke meinem Gott von ganzem Herzen“ vor.
Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die versammelten Gemeindemitglieder und Gäste Gelegenheit, den Jubelpaaren persönlich zu gratulieren und ihnen ihre Glück- und Segenswünsche zu überbringen.