Am Sonntag, den 13. September 2026 führte Apostel Daniel Habich in der Gemeinde Bühl eine Versiegelung sowie eine Ruhesetzung durch. Eingeladen war die Gemeinde Achern.
Apostel Daniel Habich verwendete bei seinem ersten Besuch in der Gemeinde Bühl ein Wort aus dem Lukasevangelium 12, die Verse 16 bis 18: „Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Land hatte gut getragen. Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle. Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Güter“.
Der Apostel erläuterte in seiner Predig die tiefere Bedeutung des Gleichnisses und ging auf den Unterschied zwischen irdischem, vergänglichem Reichtum und dem Reichtum bei Gott ein. Der Kornbauer habe seinen Reichtum sich selbst zugeschrieben und sich keine Gedanken darüber gemacht, wo er herkomme. Denn er habe nur bedingt Einfluss auf die äußeren Umstände, die gute Gabe komme von Gott und so sei auch das Ergebnis von Gott geschenkt. Der Reichtum bei Gott ist auf Beziehung ausgelegt: zu Gott und in der Gemeinschaft untereinander. Die Glaubensgeschwister sollten nicht wie der Kornbauer „bei sich selbst denken“, sondern mit der Gabe des Heiligen Geistes, durch die Gott sie leitet. Der Weg, auf dem der Heilige Geist sie führen will, kann von ihren persönlichen Zielen abweichen, denn sein Ziel ist es, sie in die ewige Gemeinschaft mit Gott zu führen.
Der Apostel führte weiter aus, dass die Glaubensgeschwister oft denken, sie finden Ruhe, wenn sie alles erreicht haben, was sie sich wünschen. Sie verschieben die Ruhe in die Zukunft. Jedoch werden sie nie zur Ruhe kommen, wenn sie ihre Ruhe an Irdisches knüpfen. Die Ruhe sei durch das Opfer Jesus und seinen Frieden bereits heute da, wenn sie erkannt und angenommen werde.
Im Anschluss an den Predigtteil empfingen fünf Kinder und eine Glaubensschwester die ‚Gabe Heiligen Geistes‘ als Sakrament. Apostel Habich beschrieb, dass der Heilige Geist für die Kinder bedeute, nicht auf sich allein gestellt zu sein. Denn egal wohin ihr Weg führe, dieser Weg werde immer mit dem lieben Gott sein.
Ein weiterer Höhepunkt dieses besonderen Gottesdienstes war die Ruhesetzung von Diakon Reiner Knöller nach über 41 Jahren als Amtsträger. Hirte Andreas Spindler dankte Diakon Knöller für seine langjährige Tätigkeit, seine Verlässlichkeit und Engagement in der Gemeinde und vor allem auch in der Musik. Als Dirigent prägte Diakon Knöller den Chor der Gemeinde Baden-Baden, packte an vielen Stellen an und übernahm Verantwortung ohne viel Aufhebens zu machen. Sein Wirken hat Spuren in der Gemeinde hinterlassen.
Den Abschluss des Gottesdienstes bildete das vom Chor gemeinsam mit der ganzen Gemeinde vorgetragene Lied „Aus Gnaden erwählt“.