Am Samstag, den 21. September 2019 feierten Sabine und Waldemar Gaug ihre Hochzeit in der Neuapostolischen Kirche Gaggenau. Der Traugottesdienst wurde von dem Hirten und Gemeindevorsteher Joachim Schweigert durchgeführt.
Dem Gottesdienst lag ein Bibelwort aus Sprüche 24, Vers 3 und 4 zugrunde:
'Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten, und durch ordentliches Haushalten werden die Kammern voll kostbarer, lieblicher Habe'.
Auf dem Bibelwort aufbauend verglich er die Ehe und den christlichen Glauben mit einem Haus. Hierbei führte er aus, dass man ein Haus nicht aus einer Laune heraus, sondern mit Verstand baue: Man suche zu allererst nach einem geeigneten Grundstück, prüfe dessen Grund, informiere sich, plane ins Detail und baue nachhaltig. Beim Bau angekommen merke man dann schnell, dass manche Planungen doch wieder verworfen werden müssen oder man Kompromisse eingehen müsse. Nachdem die Bauphase abgeschlossen und man in das Haus eingezogen sei, pflege man es. Hierbei bemerke man, dass man gewisse Dinge hätte anders machen können, wie beispielsweise die Installation von Steckdosen, derer meist zu wenige vorhanden seien.
Auch die Entwicklung der Beziehung von zwei Ehepartnern sei mit der Hochzeit nicht abgeschlossen. Als Paar müsse man ständig daran arbeiten, die Liebe zueinander zu erhalten. Aus zwei Individuen werde ein Kollektiv – das bedeute Arbeit und fordere die Bereitschaft, Kompromisse einzugehen. Man solle nie vergessen, sich dem Partner / der Partnerin bewusst zu sein, damit aus dem Feuer der Liebe eine Dauerglut werde. Die Grundlagen für ein ewiges Feuer, also einer guten Ehe, seien Treue, Großzügigkeit und Nachsichtigkeit: es sei wichtig, die Schwächen und Fehler des Gegenübers zu akzeptieren. Neid, Eifersucht und Misstrauen hingegen seien schädlich für eine Ehe . Jesus, so erwähnte der Hirte, stellte einst eine Regel auf, die besagt, dass man nichts von seinem Nächsten verlangen solle, was man selbst nicht tun könne oder nicht gewillt sei, es zu tun. Jedoch, so fügte der Hirte hinzu, gäbe es manchmal auch Ausnahmen, wie zum Beispiel, wenn einer der Beiden Angst vor Spinnen habe.
Zu einem Wortbeitrag wurde Gemeindeevangelist Tobias Watermann aufgerufen. Dieser sprach davon, dass Jesus in einem Konflikt immer den ersten Schritt gemacht habe - diese Haltung solle man sich zu Herzen nehmen, wenn es einmal Unstimmigkeiten oder Missverständnisse gäbe. Außerdem nahm er auch Bezug auf die Analogie von Ehe und Haus. An einem Haus, so der Gemeindeevangelist, gäbe es immer etwas zu tun, wobei man nie aufhören dürfe, daran zu arbeiten. Genauso sei es in der Ehe: Bei einer Umfrage hatten getrennte Eheleute als allerersten Grund des Scheiterns ihrer Beziehung angegeben, nicht mehr miteinander kommuniziert zu haben. Im Umkehrschluss stelle dies gleichzeitig das Wichtigste in einer Ehe dar: miteinander zu reden und sich gegenseitig zuzuhören.
Nach dem Wortbeitrag des Gemeindeevangelisten erfolgte die Segenshandlung. Begleitet von einem Lied des Chores trat das Brautpaar mit der gemeinsamen Tochter vor den Altar. Abgeschlossen wurde die Segenshandlung mit dem Lied „Gemeinsam unterwegs“ von Dirk Pfau, das von einem Chor, bestehend aus Freunden und Kindern des Paares vorgetragen wurde. Im Anschluss an den Traugottesdienst fand ein Sektempfang in den Nebenräumen und auf dem Parkplatz der Kirche statt, der den Gästen die Möglichkeit gab, das Brautpaar zu beglückwünschen und mit ihm auf die Hochzeit anzustoßen.