Unter der Überschrift "voces coeli - Stimmen des Himmels" bot der Konzertchor der Neuapostolischen Kirche Nordbaden am Sonntag den 10. März 2013 zur Feier des 100-jährigen Jubiläums der Gemeinde Rastatt ein außergewöhnliches Programm mit liturgischen Liedern und Gesängen.
Etwa 250 Besucher waren in die gut besetzte Aula des Tulla-Gymnasiums gekommen und erlebten ein beeindruckendes Konzert mit Chorgesang, einer Instrumentalgruppe und einem Bläser-Ensemble.
Die ca. 40 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Bernd-Jürgen Kulick schafften es, in ihren Vorträgen eine solche Spannung aufzubauen, dass selbst das leiseste Piano durch die Stille und die Andacht der Zuhörer deutlich zu vernehmen war. Durch ihren lebendigen Gesang, die exakte Aussprache und das Hervorheben von einzelnen Stimmen erzeugten sie im Publikum eine Begeisterung, die immer wieder durch spontanen Beifall zum Ausdruck kam. Mit Stücken wie "Halleluja, Amen" von Georg Friedrich Händel und "Heilig" von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie zeitgenössischer Musik von John Rutter und Eric Whitacre brachten sie Lobgesänge aus mehreren Jahrhunderten zum Vortrag.
Der Vorsteher der Gemeinde Rastatt, Evangelist Armin Steidlinger, gab in seinen Begrüßungsworten einen kurzen Rückblick auf die 100-jährige Geschichte der Gemeinde und wies unter anderem darauf hin, dass an diesem Abend Gemeindemitglieder anwesend sind, die seit über 80 Jahren zur Gemeinde zählen. "Keiner von denen, die bei der Gründung der Gemeinde dabei waren, lebt heute noch. Aber diese Glaubensschwestern könnten uns sicher viel aus der Gemeindegeschichte erzählen", so der Vorsteher.
Hans Jürgen Pütsch, der Oberbürgermeister von Rastatt, richtete ein Grußwort an die Versammelten und bezeichnete die Neuapostolische Kirche Rastatt als eine überschaubare, familiäre Gemeinschaft, die zusammenhalte, sich gegenseitig helfe und in der Gemeinde eine "Heimat" gefunden habe. Er zitierte den 100. Psalm, wo es zu Beginn heißt "Jauchzet dem Herrn alle Welt", das habe dieser Chor wahrhaftig vollbracht. "Ich kann Sie wirklich beglückwünschen, das ist das schönste Geschenk, das die Gemeinde sich selbst und uns Zuhörern machen konnte, diesen Chor zu erleben mit diesen ‚Stimmen des Himmels’, wie es in der Überschrift des Konzertes steht", so der Oberbürgermeister.
Er wolle nicht mit leeren Händen kommen, sondern der Gemeinde, insbesondere der Jugend ein Geschenk machen. Auf ihre Anregung hin überreichte er in einem großen roten Paket einen "Würstchen-Topf", in dem die Verpflegung für verschiedene Jugend- und Gemeindetreffen zubereitet werden kann. Unter dem Beifall der Gemeinde nahm der Vorsteher das außergewöhnliche Präsent dankend in Empfang.
Nach dem Konzert nutzten viele Mitwirkende und Zuhörer noch lange die Gelegenheit, sich im Foyer der Aula bei Sekt, Orangensaft, frischen Brezeln und Knabbergebäck über den gelungenen Abend auszutauschen.
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