Am 9. September 2015 besuchte Apostel Herbert Bansbach die Gemeinde Gaggenau, die er einige Jahre lang als Vorsteher betreute.
In diesem Gottesdienst verabschiedete er drei Priester in den Ruhestand und ordinierte einen Gemeindeevangelisten. Alle drei in den Ruhestand verabschiedeten Priester dienten zuvor in der Gemeinde Rastatt. Dass alle Priester der Gemeinde gleichzeitig die Altersgrenze erreichten, war unter anderem der Grund dafür, dass die Gemeinde Rastatt im vergangenen Jahr in die Gemeinde Gaggenau eingegliedert wurde. Bei seiner Ansprache an die scheidenden Amtsträger gab der Apostel zu, dass er jetzt in einer nicht ganz einfachen Lage sei. Er müsse bei jedem dessen besondere Gaben hervorheben, ohne dem anderen diese Gabe abzusprechen. „Wenn ich zu dem Einen sage, er habe mit besonderer Liebe gedient, würde der Andere sagen: Gilt das für mich nicht? Deshalb will ich gar nicht anfangen, die Gaben jedes Einzelnen herauszustellen, sondern will das Gemeinsame hervorheben “, so der Apostel. „Ihr habt alle drei ‚ja’ gesagt, ohne genau zu wissen, was auf euch zukommt. Jeder von euch hat in seinem Amt einmal Augenblicke erlebt, wo sich dunkle Schatten über ihn gebreitet haben, wie es im Eingangslied hieß. Aber ihr seid zu eurem ‚ja’ gestanden“, lobte der Apostel. Er bedankte sich bei den Priestern für ihren treuen Dienst über viele Jahre hinweg und bat die ‚jüngsten Ruheständler’, ihre Priesterschaft in der Gemeinde weiterzuleben, entband sie aber von den Aufgaben und Pflichten als aktive Priester. Nach der Ruhesetzung wurde der bisherige Priester Tobias Watermann zur Unterstützung des Hirten Joachim Schweigert für die Gemeinde Gaggenau als Gemeinde-Evangelist ordiniert. Dem Gottesdienst legte der Apostel ein Wort aus 1. Petrus 3, Vers 8 und 9 zugrunde, wo es heißt: „Endlich aber seid allesamt gleichgesinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, freundlich. Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern dagegen segnet, und wisset, daß ihr dazu berufen seid, daß ihr den Segen erbet“. In seiner Predigt rief er zunächst die verschiedenen Arten von Opfern in Erinnerung, die der Stammapostel am vergangenen Sonntag aufgezählt hatte. Danach ging er auf die einzelnen Punkte des Textwortes ein und beleuchtete sie aus der Sicht Jesu Christi. Einen besonderen Schwerpunkt legte er auf die Barmherzigkeit, die er anhand einiger konkreter Beispiele veranschaulichte.