Zum ersten Mal besuchte Apostel Daniel Habich die Gemeinde Gaggenau. Am Sonntag, 12. Juli 2026, hielt er dort einen Gottesdienst, zu dem auch die Gemeinden Gernsbach und Loffenau eingeladen waren. Trotz hochsommerlicher Temperaturen von über 30 Grad Celsius nahmen mehr als 170 Glaubensgeschwister an diesem besonderen Gottesdienst teil.
Mit großer Vorfreude erwarteten die Anwesenden den neu ordinierten Apostel Daniel Habich, der erstmals in Gaggenau diente. Die Gemeinde hatte sich auf diesen Besuch besonders vorbereitet. Neben einem eigens zusammengestellten Musikprogramm wurden besondere Chorstücke einstudiert.
Den musikalischen Auftakt gestaltete die „Junge Chor Gruppe Gaggenau“, bestehend aus acht Sängerinnen und Sängern, die von einem Akkordeon begleitet wurden. Mit dem Lied „Herr, ich komme zu dir“ schufen sie gleich zu Beginn eine andächtige Atmosphäre.
Apostel Habich griff den Inhalt des Liedes unmittelbar auf. Besonders berührte ihn die Textzeile: „Ich stehe vor dir, so wie ich bin.“ Er betonte, dass jeder Mensch zu Gott kommen dürfe, so wie er ist – unabhängig davon, wie er sich fühlt oder wie er sich selbst wahrnimmt. Gott kenne jeden Einzelnen. Und selbst wenn ein Mensch den Weg zu Gott nicht finde, komme Gott ihm entgegen.
Zur Verdeutlichung verwies der Apostel auf die Begebenheit am Teich Bethesda. Der Mann, der dort seit 38 Jahren auf Hilfe wartete, antwortete auf Jesu Frage „Willst du gesund werden?“ mit den Worten: „Ich habe keinen, der mich hineinträgt.“ Der Apostel machte deutlich, dass Menschen oft sehr konkrete Vorstellungen davon hätten, wie Gottes Hilfe aussehen müsse. Gott handle jedoch häufig auf andere, manchmal überraschende Weise. Es gelte, diese Hilfe zu erkennen und anzunehmen.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Bibelwort aus Jesaja 60, Vers 1: „Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir.“
In seiner Predigt stellte Apostel Habich zunächst den Zusammenhang dieses Bibelwortes heraus. Die Israeliten seien nicht ohne eigenes Verschulden in die Gefangenschaft geraten. Dennoch habe Gott ihnen Hoffnung und einen neuen Anfang zugesprochen. Daraus zog der Apostel eine Brücke in die heutige Zeit: Auch heute gebe es Dunkelheit, Entmutigung, persönliche Niederlagen und Schicksalsschläge. Entscheidend sei jedoch, immer wieder aufzustehen, wenn man gefallen sei. Gottes Licht schenke neue Kraft und Orientierung.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wurden Evangelist Tobias Wartemann sowie der stellvertretende Bezirksvorsteher Stefan Graf um einen Predigtbeitrag gebeten. Beide vertieften die Gedanken des Bibelwortes und ergänzten die Botschaft des Apostels.
Die Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl übernahm der Chor mit dem Lied „Shalom“, das von einem Klavier begleitet wurde und die Gemeinde auf würdige Weise auf die Feier des Sakraments einstimmte.
Für die musikalische Gestaltung hatten sich Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten aus den drei eingeladenen Gemeinden zu einem Chor und kleinen Orchester zusammengeschlossen. Das Ensemble spielte bereits vor Beginn des Gottesdienstes zur Einstimmung und bereicherte den Ablauf zusätzlich mit einem Instrumentalstück.
So wurde der erste Besuch von Apostel Daniel Habich in der Gemeinde Gaggenau zu einem besonderen und eindrucksvollen Gottesdienst, der den zahlreichen Glaubensgeschwistern trotz der sommerlichen Hitze noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.