Am Samstag, den 24. März 2018 nahm die Gemeinde Langensteinbach Abschied von ihrer Glaubensschwester Karin Meyer, der Frau des Priesters i.R. Siegfried Meyer. Viele Verwandte und Gäste aus anderen Kirchengemeinden waren gekommen. Hirte Wolfgang Mohr, der Vorsteher der Gemeinde führte den Trauergottesdienst durch.
Der Altar war mit vielen Kerzen und einem Rosenherz geschmückt, ein charakteristisches Bild von der Verstorbenen vor dem Altar ließ sie in ihrer fröhlichen Art in Gedanken wieder lebendig werden. Schon vor der Trauerfeier stimmte ein Geigenduo mit Orgelbegleitung auf die Feier ein. Karin Meyer hatte alles peinlich genau vorbereitet und das auch niedergeschrieben. Sie wollte keine Trauerlieder und keine schwarzen Kleider bei ihrem Abschied. Sie hatte selbst ihre 'Lebensreise' niedergeschrieben, die der Vorsteher dann auch vorlas. Er legte der Trauerfeier ein Wort zugrunde, das nach seiner Aussage genau zu dem Leben der Verstorbenen passe: "Der Herr hat Gnade zu meiner Reise gegeben, haltet mich nicht auf, lasst mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe (aus 1. Mose 24, 56). Sie war ein liebenswerter Mensch, sie hatte eine Ausstrahlung auf andere und hat in ihre Kinder und Enkelkinder etwas hineingelegt", so der Vorsteher. "Ihr konntet euch in aller Ruhe von ihr verabschieden und sie konnte friedevoll zu 'ihrem Herrn' ziehen".
Da die Urne später im engsten Familienkreis beigesetzt wird, erfolgte keine Übergabe. Statt dessen sollte sich die Gemeinde erheben und sich bei der Melodie eines Violinstückes mit der Heimgegangenen innig verbinden. Der Chor verabschiedete die Trauergemeinde am Ende mit dem Lied 'Die Erlösten warten unser in der Ewigkeit', wo es im Refrain heißt, 'siehe, sie winken, sie winken uns zu!'