Am Montag, den 25. Juni 2018 fand in der Kirche in Karlsbad-Langensteinbach ein Trauergottesdienst für Walburga Brändli statt. Er wurde vom Vorsteher der Gemeinde, Hirte Wolfgang Mohr durchgeführt.
"Heute nehmen wir Abschied von unserer Glaubensschwester Walburga Brändli, bei uns allen war sie wohlbekannt unter dem Kurznamen "Burgel". Oft kommen Dinge, die wir nicht erwarten, so auch am vergangenen Sonntag, wo unsere Burgel doch etwas unerwartet in die Ewigkeit gezogen ist. Sie war schon ein besonderer Mensch, sie war nicht immer so angepasst, sie hatte ihre eigene Meinung, die sie oft auch ziemlich direkt zum Ausdruck brachte. Sie hat das gesagt, was in ihr war, da haben manchmal schon die Funken gesprüht. Sie hatte auch ihr eigenes Wesen. Sie gab manchmal eine Antwort, die doch überrascht hat, vielleicht hat sich der eine oder andere einmal darüber geärgert, aber es war immer ein Kern Wahrheit dabei. Sie war im Gottesdienst immer lebendig mit dabei, man hat gespürt, dass sie mit dem Wort mitgegangen ist", so charakterisierte der Vorsteher die treue Glaubensschwester. Er verlas einen kurzen Lebenslauf, den ihr Schwager zusammengestellt hatte, denn sie hatte keine Kinder.
Sie hat viele Jahre mit ihrem "Edi" (Erwin Brändli) im eigenen Haus in Reichenbach, einem Nachbarort von Langensteinbach, gewohnt. Ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes hat sie sich schweren Herzens entschlossen, in das betreute Wohnen im Kurfürstenbad Langensteinbach einzuziehen. Die letzten Monate musste sie jedoch in der dortigen Pflegestation verbringen. Im August wäre sie 90 Jahre alt geworden. Die Urne wurde zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis neben ihrem Edi beigesetzt.
Als Textwort für die Trauerfeier legte der Vorsteher einen Psalm zugrunde (Psalm 103, Verse 15-17). Er brachte zum Ausdruck, dass die Verstorbene ein fröhlicher, farbenfroher und außergewöhnlicher Mensch gewesen sei. Er las noch eine Strophe aus ihrem Lieblingslied vor: 'Was ich tief im Herzen trag'. Dieses Lied wurde danach vom Chor vorgetragen, während sich die ganze Trauergemeinde von ihren Plätzen erhob. Viele Gemeindemitglieder, Bekannte der Verstorbenen und Verwandte aus der Brändli-Familie nahmen an dem Trauergottesdienst teil.