Am Freitag, den 17. August 2018 führte der Vorsteher der Gemeinde Karlsbad-Langensteinbach, Hirte Wolfgang Mohr, in der Friedhofskapelle in Ettlingen die Trauerfeier für den heimgegangenen Priester i. R. Siegfried Mayer durch. Die Urnenbeisetzung erfolgte unmittelbar danach im engsten Familienkreis.
Eine große Anzahl von Verwandten und Gemeindemitgliedern aus Langensteinbach, Rastatt und Gernsbach versammelten sich in der geräumigen Friedhofskapelle in Ettlingen. Ein kleines Orchester aus der Gemeinde Gernsbach, in der die Tochter des Verstorbenen die Gottesdienste besucht, sorgte für eine getragene Stimmung und bereitete alle Anwesenden auf die Trauerfeier vor.
In seiner Ansprache ging Hirte Wolfgang Mohr unmittelbar auf das vorgelesene Textwort ein, wo es in Psalm 31, Vers 6 heißt: "In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott". "Das ist ein Wort, welches das ganze Leben von Siegfried Mayer kennzeichnet", begann der Vorsteher und zeigte auf, wie der Verstorbene alle Lebensentscheidungen in die Hände Gottes gelegt habe, sich habe erlösen lassen und ein sehr starkes Gottvertrauen aufgebaut habe. Er würde schon eine große Lücke in der Familie und in der Gemeinde hinterlassen, so der Vorsteher. Vier Monate nach dem Tod seiner Frau, kaum habe man diesen ersten Schicksalsschlag verarbeitet, sei jetzt, kurze Zeit danach der nächste gekommen. Während seiner Ansprache verlas der Vorsteher einen ausführlichen Lebenslauf von Siegfried Mayer, den die Angehörigen ihm gaben. Ein sehr ereignisreiches Leben mit vielen Höhen und Tiefen. "Man kann nur erahnen, was ihn bewegt hat als er das alles erleben musste", so der Vorsteher. Er zählte auf, dass er 63 Jahre lang Ehemann war an der Seite von Karin, 61 Jahre Vater war und sich um die Kinder gesorgt hat. 39 Jahre lang war er Amtsträger, davon 23 Jahre als Priester. "Ein Leben von fast 90 Jahren, größtenteils als Ehemann, in dem er der Frau seine Liebe gezeigt hat", so der Vorsteher, "und was hat ihn bewegt: Ich lass mich von meinem Gott lenken, egal was da kommt, ich lege meine Hand in seine Hände"
Zum Abschluss betete die ganze Trauerversammlung gemeinsam das 'Unser Vater'. Nach einem Lied des Chores verließ ein Teil der Trauernden die Friedhofskapelle und ging zum Familiengrab, in dem die Urne im engsten Familienkreis beigesetzt wurde. In der Kapelle klang die Trauerfeier mit einem bekannten Lied aus, das als Orgelstück vorgetragen wurde:..'eines bestehet, nimmer vergehet, was du liebend getan' (GB 437).