Am Dienstag, den 5. November 2019 fand in der Kirche in Karlsbad-Langensteinbach ein Trauergottesdienst für Lore Axtmann statt. Er wurde vom Vorsteher der Gemeinde, Hirte Wolfgang Mohr durchgeführt.
Zu Beginn der Trauerfeier charakterisierte Wolfgang Mohr die Glaubensschwester, die er als Vorsteher der Gemeinde nur einige Jahre kennenlernen durfte, mit wenigen, treffenden Worten: "Sie hatte ein freundliches Wesen, sie war immer aufgeschlossen, ohne Vorbehalte, sie hat alle Menschen angenommen und freudig empfangen, sie hatte so eine 'Ausstrahlung', hat alle willkommen geheißen, ein hilfsbereiter Mensch, der eine offene Tür für jeden hatte. Und noch etwas fiel mir auf bei ihr: sie hat immer gehofft, dass sie bald gehen darf, sie war ja schon 97 Jahre alt, das war ihre Zuversicht, ihre Hoffnung". Gegen Ende der Trauerfeier fügte er noch hinzu: "IHR und UNSER Trost ist unser Glaube! Dieser vorgelesene Psalm könnte auch von ihr ausgesprochen sein".
Als Grundlage für die Trauerfeier verwendete Wolfgang Mohr ein Bibelwort aus Psalm 4, Vers 9: 'Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HERR, hilfst mir, dass ich sicher wohne'.
Er trug ihre Lebensgeschichte in wenigen Stichpunkten vor, so wie sie ihm von den Verwandten weitergegeben wurde. Sie sei in Ettlingen aufgewachsen und habe auch immer ein bisschen Heimweh nach Ettlingen gehabt. Sie habe sich aber in der Gemeinde Langensteinbach sehr wohl gefühlt. Solange sie konnte, besuchte sie regelmäßig die Gottesdienste. Durch die Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes war ihr das in den letzten Jahren nicht mehr möglich. Sie wurde von den Amtsträgern dann im Pflegeheim besucht. "Die Gemeinschaft im 'Heiligen Abendmahl' hat sie selig gemacht", so der Vorsteher. Sie habe sich viel um die Kinder gesorgt, am Ende hätten sich die Kinder um die Mutter gesorgt, so habe sich der Kreis geschlossen.
Der Vorsteher lud alle zu einem 'Unser Vater'-Gebet ein, danach sorgte ein Orgelstück für Ruhe und Besinnung.
Die sterblichen Überreste von Lore Axtmann wurden bereits am Vormittag dieses Tages im engsten Familienkreis in einer Urne beigesetzt, dort fand auch die Aussegnung der Glaubensschwester statt.