Zu Weihnachten, am 25. Dezember 2020 führte der Vorsteher der Gemeinde Langensteinbach, Hirte Wolfgang Mohr, einen Gottesdienst durch, der durch zwei Präsentationen mit dem Beamer am Ende des Gottesdienstes ergänzt wurde. Es war eine unerwartete Überraschung für die im Präsenzgottesdienst anwesenden Glaubensgeschwister.
Der Weihnachtsgottesdienst 2020 in Langensteinbach begann fast wie ein „normaler“ Präsenzgottesdienst in dieser Corona-Zeit: Mit Maske tragen und Hände desinfizieren, mit Registrierung in einer Liste und Sitzplätzen mit 1,5 m Abstand. Zur Feier des Tages spielte die Dirigentin vor Gottesdienstbeginn mit ihrer Geige und wurde vom Organisten mit dem Klavier begleitet.
Etwas verwunderlich war, dass zwischen den Stuhlreihen ein Beamer aufgebaut war, obwohl keine Übertragung angekündigt war. Das Geheimnis lüftete sich, als der Vorsteher am Ende des Gottesdienstes ankündigte, dass jetzt noch ein „Chor“ aus Langensteinbach singen wird. Im Präsenzgottesdienst war das ja nicht möglich, deshalb haben sich etliche Glaubensgeschwister zusammengetan und haben einen „virtuellen“ Chor auf die Beine gestellt. Etliche Sängerinnen und Sänger haben bei sich zuhause einige Strophen des Liedes „Macht hoch die Tür“ aufgenommen und eine Glaubenschwester hat die Beiträge dann zu einem gemeinsamen Lied zusammengeschnitten. Als Dirigent haben sie sich den kleinen Valentino auserkoren, der diese Aufgabe mit seinen fünf Jahren zur Freude aller Zuschauer ganz großartig gemeistert hat. Auch eine Querflöte hat dabei noch mitgespielt. Die Zuhörer durften zwar nicht mitsingen, aber so konnte in der Gemeinde doch noch ein Weihnachtslied gesungen werden und viele haben dabei mitgewirkt.
Die Überraschung ging aber noch weiter: Eine Vorsonntagsschullehrerin hatte die Idee, den Geschwistern an Weihnachten auch einige Bilder von den Kindern der Gemeinde zu zeigen. Seit mehreren Monaten konnten sie die Kinder aufgrund der Corona-Einschränkungen nicht sehen. Um sie wieder in die Mitte der Gemeinde zu rücken, bat sie die Eltern, ihr einige Bilder aus der Vorweihnachtszeit zuzuschicken, zum Beispiel beim Plätzchenbacken oder beim Weihnachtgeschenke basteln. Am Ende konnte sie von den meisten Kindern Fotos zeigen, damit die Geschwister der Gemeinde die Kinder wenigstens an der Leinwand wiedersehen konnten. Am Ende der Vorstellung wurde von den Anwesenden für die Idee und für die schönen Bilder kräftig applaudiert. Zur Vorbereitung dieser Aktion wurde für die Eltern und die Betreuerinnen eine eigene Chat-Gruppe auf den Handys eingerichtet, die auch lebhaft genutzt wurde.
Den Weihnachtsgottesdienst führte Hirte Wolfgang Mohr durch, als Grundlage verwendete er ein Bibelwort aus dem Johannesevangelium, erstes Kapitel den neunten Vers, wo es heißt: „Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen“. Gemeindeevangelist Roland Hecker wurde um einen Predigtbeitrag gebeten.