Am Freitag, den 25. Februar 2022 fand in der Kirche in Karlsbad-Langensteinbach ein Trauergottesdienst für Hannelore Schmidt statt. Er wurde vom Vorsteher der Gemeinde, Hirte Wolfgang Mohr durchgeführt.
Als Grundlage für die Trauerfeier verwendete Wolfgang Mohr ein Bibelwort aus Psalm 73, Vers 28: „Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn, dass ich verkündige all dein Tun“.
Zunächst machte der Vorsteher bewusst, dass bei jeder Trauerfeier ein Mensch unwiederbringlich weg sei, nicht mehr da sei und eine schmerzliche Lücke hinterlasse. Das erzeuge bei den Hinterbliebenen Trennungsschmerz und Trauer. Das werfe auch Fragen auf nach dem ‚Warum‘ und danach ‚Was bleibt‘ und ‚Wo gehen wir hin?‘. Diese Fragen habe die Glaubensschwester Hannelore Schmidt mit ihrem Glauben beantwortet. So, wie sie im Alter dann mit ihrem Rollator unterwegs war und sich darauf gestützt habe, so habe sie sich in ihrem ganzen Leben auf ihren Glauben gestützt. Das vorgelesene Psalmwort bringe genau das zum Ausdruck, was sie gesagt hätte und dazu führte der Vorsteher noch eine andere Übersetzung aus dem Hebräischen an, wo es heißt: ‚Das ist meine Freude, dass du mir nahe bist‘.
Wolfgang Mohr gab in einem Lebenslauf einen kurzen Überblick über alles, was sie erleben musste und durfte, der frühe Tod ihres Mannes, die alleinige Erziehung der beiden Söhne, aber auch die Freude über die drei Enkel und drei Urenkel.
Bis vor einem Jahr konnte sie sich noch selbst versorgen. Danach folgten häufige Krankenhausaufenthalte. Und im letzten Jahr war sie auf die Betreuung im Pflegeheim angewiesen. Dort hatte sie sich schnell gut eingelebt und sich wohl und geborgen gefühlt.
Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich in den letzten Monaten zusehends. Am Morgen des 12. Februars 2022 ist Hannelore Schmidt friedliche eingeschlafen.
Der Vorsteher hob auch hervor, wie intensiv sie in der Gemeinde mitwirkte, sie brachte sich als Sängerin im Kirchenchor ein, pflegte viele Jahre die Außenanlagen der Kirche und machte den Altarschmuck, für welchen sie immer gerne selbstgezogene Blumen aus ihrem Garten verwendete. Der Garten war ihr größtes Hobby.
Bevor von der ganzen Trauergemeinde das ‚Unser-Vater-Gebet‘ gesprochen wurde gab es noch einen ergreifenden Liedvortrag auf dem Klavier: ‚Still, nur still, wie Gott will‘.
Die Urnenbeisetzung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis.