Am Freitag, den 25. April 2025, fand in der Gemeinde Langensteinbach die Trauerfeier für den Glaubensbruder Walter Nölp statt. Die Zeremonie wurde von dem Vorsteher der Gemeinde, Hirte Wolfgang Mohr, durchgeführt.
Bereits zu Beginn des Nachmittags zeigte sich, wie tief Walter Nölp in der Gemeinde und unter den Dorfbewohnern verwurzelt war: Alle Parkplätze rund um die Kirche waren besetzt, und auch in der Kirche selbst fanden sich keine freien Plätze mehr. Sogar zusätzliche Stühle mussten aus dem Keller geholt werden, um den vielen Trauergästen ausreichend Platz zu bieten. Neben den zahlreichen Glaubensgeschwistern aus der Gemeinde Langensteinbach waren auch viele Menschen aus benachbarten Gemeinden sowie Dorfbewohner anwesend, die Walter und besonders seine Frau Ute, geborene Brecht, gut gekannt hatten. Auch einige von Utes Arbeitskolleginnen hatten sich zur Trauerfeier eingefunden.
Die Trauerfeier begann mit einem Bibelwort aus Psalm 130, Verse 5 und 7, das Hirte Wolfgang Mohr den Anwesenden zur Grundlage der Zeremonie machte: „Ich harre des Herrn, meine Seele harret und ich hoffe auf sein Wort…Denn bei dem Herrn ist die Gnade.“
Im Anschluss trug der Vorsteher einen von der Familie zusammengestellten Lebenslauf vor, der die vielen positiven Eigenschaften und charakteristischen Merkmale von Walter Nölp schilderte. Besonders betont wurde seine Liebe zu seinem Hund, was ihn in der Gemeinde als „Mann mit dem Hund“ bekannt machte, da er regelmäßig mit seinem Hund Gassi ging und so auch von den Dorfbewohnern wahrgenommen wurde.
In seiner Ansprache blickte Hirte Mohr auf die Hochzeit des Paares zurück und zitierte das Bibelwort, das sie zu ihrem gemeinsamen Lebensweg erhielten: „Wo du hingehst, da will auch ich hingehen.“ Und so sei es auch in ihrer Ehe gewesen: sie sind zusammen durch viele Höhen und Tiefen gegangen, aber immer zusammen, gemeinsam, Schritt für Schritt.
Mohr sprach den Trauerfamilien Trost zu, indem er an die Gnade Gottes erinnerte, die auch über den Tod hinaus wirke, und gab den Gedanken mit, dass der Verstorbene nun in dieser Gnade weiter leben dürfe. Als Botschaft der Hoffnung erwähnte er, dass wir in der ewigen Gemeinschaft mit Gott eines Tages wieder zusammen sein dürfen. Diese Hoffnung wurde durch das Lied des gemischten Chores aus der Gemeinde noch einmal bekräftigt. Der Chor sang „Die Erlösten warten unser in der Herrlichkeit“ und vermittelte so eine Botschaft des Trostes und der Zuversicht.
Der Höhepunkt der Trauerfeier war die gemeinsame Erhebung aller Anwesenden, die zusammen das „Unser-Vater-Gebet“ sprachen. Dies war ein Moment der Verbundenheit und des gemeinsamen Gebets für den Verstorbenen.
Zum Abschluss der Zeremonie spielte ein Ensemble aus Geige, Querflöte und Orgel die wunderschöne Melodie des irischen Segenswunsches: „Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen“, mit dem Refrain, „…und bis wir uns wiedersehen, und bis wir uns wiedersehen, möge Gott seine Hand über dir halten“.
Das Schlusslied des Chores, „Heb’ Pilger hoch dein Haupt empor“, rundete die Trauerfeier ab. Es enthielt die tröstliche Botschaft: „Mut, harre auf den Morgen, währt das Weinen auch durch die Nacht, dir tagt freudenvoll der Morgen.“ Diese Worte gaben den Trauergästen Hoffnung und Mut für die Zukunft und erinnerten an die Verheißung der ewigen Gemeinschaft mit Gott.