Am Mittwoch, den 1. Juli 2015, hielt Bezirksältester Walter Furrer den letzten Gottesdienst in der Gemeinde Auerbach und am Sonntag den 5. Juli führte er in Langensteinbach in einem Gottesdienst die offizielle Zusammenlegung der beiden Gemeinden durch.
In seiner Ansprache brachte er zum Ausdruck, dass die Zusammenlegung für beide Gemeinden eine Bereicherung sei. „Ich kann mir vorstellen, dass diese Zusammenführung für beide Gemeinden eine große Freude bedeutet: Die Auerbacher bringen ihre Freude mit und die Langensteinbacher nehmen sie in Liebe auf; das gibt ein sehr schönes Miteinander. So wie es in einem unserer Lieder heißt: Was wird’s tun, wenn sie nun alle vor ihn treten und zusammen beten“, so der Bezirksälteste.
Wolfgang Mohr, der Vorsteher der Gemeinde Auerbach und seit November 2014 gleichzeitig auch Vorsteher von Langensteinbach versuchte die Zusammenlegung an einem Bild zu erklären. Er sprach von einem Obstkorb, in den verschiedene Früchte dazugelegt werden. Dadurch würde er viel reichhaltiger, aber ein Apfel bleibe dennoch ein Apfel. Erst durch die gemeinsame Verarbeitung der Früchte entstehe etwas Neues. In Bezug auf die Gemeinde führte er aus, man müsse jetzt aufeinander zugehen, Veränderungen zulassen und positiv aufnehmen, dann könne etwas Neues entstehen, etwas Gemeinsames, eine neue Gemeinde.
Auerbach war eine kleine Gemeinde, aber mit einem sehr engen Zusammenhalt und einem sehr regelmäßigen Gottesdienstbesuch und bei einem hohen Altersdurchschnitt trotzdem mit einem funktionierenden Chor ausgestattet. In den letzten Jahren musste jedoch aufgrund der fehlenden eigenen Amtsträger eine Unterstützung bei der Versorgung durch umliegende Gemeinden erfolgen. Aus dieser Situation heraus wurde vor einiger Zeit die Zusammenlegung mit der Gemeinde Langensteinbach angeregt, die jetzt erfolgte.
Die Gemeinde Auerbach wurde 1948 gegründet, die ersten Gottesdienste fanden im Wohnzimmer von Glaubensgeschwistern statt. Die Gemeinde wurde am Anfang von Langensteinbach betreut und aufgebaut.1958 wurde sie selbstständig und bekam einen eigenen Vorsteher, 1963 erhielt sie eine eigene Kirche, die ihr einschließlich einer Renovierung im Jahr 1989 fast 52 Jahre lang als Versammlungsstätte diente.