Am Mittwoch, den 23. Juli 2025, erlebte die Gemeinde Karlsruhe-Nordost einen besonderen Gottesdienst: Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger besuchte die Gemeinde und beauftragte Ralph Lamparth als neuen Gemeindevorsteher. Gleichzeitig ernannte er Christian Marx zum stellvertretenden Vorsteher.
Gleich zu Beginn des Gottesdienstes nahm Martin Rheinberger Bezug auf das Eingangslied des Chores, insbesondere auf den dritten Vers: *„Boten, die der Herr erkoren“*. Mit diesen Worten wandte er sich direkt an die neu eingesetzten Amtsträger und betonte: „Dieses Wort gilt vor allem für den neuen Vorsteher und den Stellvertreter, die heute eingesetzt werden. Sie sind vom ‚Herrn erkoren‘.“
In seiner Ansprache zur Amtseinsetzung griff Rheinberger ein Wort aus dem Johannesevangelium auf (Joh. 10,2), in dem vom Türhüter die Rede ist, der dem Hirten die Tür öffnet. Dies sei ein Bild für die geistliche Aufgabe der Gemeindeleitung: „Ihr seid die Türhüter, die dem Herrn Jesus die Tür zu den Schafen öffnet. Dazu braucht ihr keine großen Muskeln, sondern eine innige Verbindung zu Jesus“, so seine eindrückliche Aussage.
Die Grundlage für den Gottesdienst bildete ein Bibelwort aus Markus 13, Vers 34: „Es ist wie bei einem Menschen, der übers Land zog und verließ sein Haus und gab seinen Knechten Vollmacht, einem jeden seine Arbeit und gebot dem Türhüter, er sollte wachen.“ Martin Rheinberger hob hervor, dass Gott jedem Menschen Gaben anvertraut habe, die es zu erkennen und einzusetzen gelte. Als Vorbild stellte er Jesus selbst in den Mittelpunkt, der durch die Fußwaschung ein Zeichen des Dienens setzte. „Jesus zog die Schürze an – auch wir sollen die ‚Schürze‘ anziehen und damit zeigen, dass wir bereit sind zu dienen“, rief er die Gemeinde auf.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wurde Bezirksvorsteher Lothar Heim um einen Predigtbeitrag gebeten. In seinem Dienen verglich er das Bibelwort mit der alltäglichen Situation, wenn man verreist und dem Nachbarn den Hausschlüssel übergibt – ein Akt des Vertrauens, der Verantwortung überträgt.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von einem gemischten Chor und Orchester begleitet, verstärkt durch die Mitglieder der Gemeinden Durlach und Grötzingen, die zu diesem Anlass eingeladen waren. Das Orchester spielte sowohl vor als auch nach dem Gottesdienst, während der Chor mit sehr ausdrucksstarken Liedern zur feierlichen Umrahmung beitrug.