Am 4. August 2013 setzte Bischof Martin Schnaufer kurzfristig einen Gottesdienst für den Bezirk Karlsruhe 1 in der Zentralkirche Karlsruhe-Mitte fest, bevor er als Apostel nach Freiburg wechselt.
Ohne es vorher zu wissen, ergab sich an diesem Tag ein besonderes Familienfest: Familie Wick feierte gleichzeitig Goldene Hochzeit und die Taufe ihres zweiten Enkelkindes. Punktgenau vor 50 Jahren, ebenfalls an einem Sonntag, gaben sich Gertrud und Herrmann Wick (Priester i.R.) das Jawort am Altar und erhielten jetzt einen neuen Segen - wie der Bischof es ausdrückte - zur Goldenen Hochzeit. Gerade vier Wochen zuvor kam ihr zweites Enkelkind zur Welt und erhielt jetzt die Heilige Wassertaufe. So wurde der Bischofs-Gottesdienst zu einem doppelten Familienfest und für den ganzen Bezirk zu einem schönen Abschiedsgeschenk.
Bischof Martin Schnaufer legte seiner Predigt ein Wort aus dem Psalm 97, Vers 11 und 12 zugrunde, wo es heißt: "Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen und Freude den frommen Herzen. Ihr Gerechten, freut euch des HERRN und danket ihm und preiset seinen heiligen Namen!" Zunächst griff er den Begriff des "Gerechten" auf und zeigte, wie die Gerechtigkeit vor Gott erlangt werden kann. Danach erläuterte er anhand eines Erlebnisses mit einem kleinen Jungen, der unbedingt an einer gefährlichen Stelle ins Wasser wollte, dass es nicht immer nach unserem Willen gehen müsse, sondern dass uns das "Licht" durch die Fürsorge Gottes oft später aufgehe und vielleicht nicht in der Form, wie wir uns das vorgestellt hätten.